Zurück in Holloway Street 23
Mit steif schmerzenden Bein und eingeklemmt tauben Arm humpel ich stöhnend durch den Wandschrank in die Villa von Sir Edward. Der Lichttunnel erfaßt und bringt mich sicher zurück. Ich stütze mich schwer atmend gegen die Wand, durch die gleich der Jo nochmals laut jammert, was ich einfach ignoriere. Bleiernde Müdigkeit umgibt mich, leider habe ich die Verletzungen von den Traumlanden mit hinüber genommen.
Dieser Weg in die Traumlande erscheint mir nun nicht mehr so aktraktiv zu sein. In früheren Unternehmungen, als ich dem Lord in Ägypten geholfen habe, sind mir diese Gesetze nicht aufgefallen. Ich beschliesse, die nächste Reise wieder durch das Träumen zu machen, es ist eindeutig harmloser. Dazu aber später. Nun muss ich meine Wunden versorgen. Die anderen Mitglieder sind auch heil angekommen. Wir schliessen das Haus ab, mein Vorschlag, nochmals alles sauber zu machen, wird schnell abgeschmettert, da Sir Edward sich um alles kümmert. Mir scheint das nicht so zu sein in Anbetracht der Staubschicht, aber belasse es dabei.
Nun machen wir uns auf, wieder zurück in die Apotheke von Mary-Ann zu gehen. Dort angekommen kommt uns Carla gleich entgegen, sie bemerkt sofort meine ernsten Verletzungen. Sofort bietet sie mir Ihre ärztliche Hilfe an, was ich gerne annehme, obgleich es mir etwas unangenehm ist, meinen Allerwertesten vor des Lords Mätresse zu entblößen. Ihre fachkundigen sowie zugleich liebevollen Griffe entwaffnen meine Bedenken und fördern sogar einen Zahn dieses Wurmmonsters zutage. Zugleich schießt neuer Heilschmerz mir in die Backen, das betäubende Gift verliert seine Wirkung ohne den Zahn. Zudem bemerke ich eine Blutschwall in ganzen Körper, speziell … ich bedanke mich höflich, bekleide mich eiligst und empfehle mich.
Eine Zeitlang versuche ich Haltung zu bewahren, doch die Anstrengung fordert nun seine Erholung, dem ich widerwillig nachgebe. Auf meine Nachfrage hin bereitet mir Mary-Ann ein stilles Zimmer, wo ich mich zurückziehe kann. Als ich mich bereits zufrieden und schlapp in die Kissen drücke, geht die Tür auf und Henry bittet mich, ihm Platz zu machen. Bereits schlaftrunken biete ich ihm meine linke Seite an. Wir schlafen bald friedlich nebeneinander ein, während unsere Freunde die Ingredienzien für das Ritual überprüfen und aufbereiten, wie wir unschwer am Gekloppel und den hysterischen Befehlen von Mary-Ann mithören können.
Der Duft von britischen Lunch und Geschirrgeklapper weckt uns am frühen Abend, wir haben uns prima erholt. Mein Bein lahmt noch und der Arm tut weiterhin etwas weh. Vorsorglich benutz ich die Salbe von Mary-Ann für die Elle. Anschließend gehe ich zu den Anderen. Es wurde viel getan:
Ich bin guter Dinge, unsere Maßnahmen sind gut durchdacht.









