Treptower Park – Traute treffen
Um acht treffe ich mich mit Mare zum Frühstück im Saal des Grand Hotels, danach checken wir aus dem Hotel aus, verlassen es ehrlich und mit allem Gepäck, reisen per S-Bahn zum Nordbahnhof, geben dort unsere „Koffer“ auf ich kaufe einen blühenden Spätsommerstraus. Wir haben auch genügend Zeit den Mietstall im Treptower Park aufzusuchen und uns mit zwei, für heute reservierten, „Fluchtpferden“ zu versorgen. Mare hält sich im nahen Waldessaum bereit, während ich an der Zufahrt der Archenhold Sternwarte auf Trautes Auftritt warte.
Pünktlich um zehn entsteigt sie einem vorgefahrenem Taxi, welches, mich beruhigend, alsbald davonrauscht. Ich reiche ihr den bunten Strauß blühender Sommerblumen, den sie nicht wirklich beachtet, Traute bleibt mysteriös. Sie sagt sie wolle auch keine weiteren Kontakte zu mir, ich sage, ihre Ansprache im ersten Telegramm an mich, sei entschlossener gewesen, beantwortet sie mit der Information, der Lord dürfe auf keinen Fall Marija trauen und anders sei ich nicht zu einem Treffen zu überreden gewesen. Ich spreche sie auf meine Beobachtungen Tage zuvor im Admiralspalast an, so windet sie sich, man/frau könne sich nicht so einfach lösen von diesen „Vrilanten“. Sie sagt dann auch, Thule-Leute mischten sich nun in die Vril-Belange ein, überzeugt mich nun auch nicht wirklich. Ich hänge ihr einen Köder hin und nenne ihr eine Kontaktadresse in Trondhjem. Sie wisse nicht ob sie meine Hilfe möchte, ihre Lebensplanung sei eine andere… Aha – dafür hätte ich nun wirklich nicht nach Berlin kommen müssen – denn der Lord ist nicht zu retten und wir – steiten schon wieder… Nachdem sie sich verabschiedete und schon einige Zeit nicht mehr zu sehen ist, signalisiere ich Mare. Ich berichte ihr die neuen Erkentnisse. Wir machen einen Ausritt und Mare läßt mich das Überspringen von Büschen üben, es werden aber deutlich öfter Manöver des Niederreitens von selbigen, Mare grinst und meint Traute motiviere mich sichtlich … wir bringen die Pferde zum Stall zurück. Mit der S-Bahn auf zum Hoppegarten. Pferdewetten erwarten uns, ich bin ja mit meinen zehn Pena Copper Mines LTD Aktien a‘ 25 £ – sehr flüssig.
Mare und ich reisen per S-Bahn nach Hoppegarten – und laufen doch tatsächlich dem wie üblich schwer angetrunkenen Herren Weidner in die Arme. Ich reagiere etwas zu ungehalten, so das Ordner sich unserer annehmen. Nach einigen beschwichtigenden Worten lade ich Herrn Weidner zu einem Drink ein, trennen uns dann von ihm und wir widmen uns dem Wettgeschehen.
Durch das Seerohr entdecke ich Harkanson und zwei Männer, der ist mir auf Anhieb unsympatisch, der andere ein schlanker Glatzkopf – etwa mitte dreissig, mit wer hätte es anders erwartet, einigen „Vril-Damen“, Traute kann ich nicht entdecken.
Da ich nun gezielter Suche entdecke ich auch den weissen Mercedes SSK mit dem Kennzeichen IA 24578 auf dem Parkplatz.
Mare drängt uns unauffällig zu verhalten. Im ersten Rennen gewinnen wir, lasse mich aber bei der Gewinnauszahlung „übern Tisch ziehen“. Dann verlieren wir leider nur noch – zehn britische Pfund sind „verspielt“. Nach dem Rennen behält Mare Sichtkontakt mit der Vril-Gruppe und lotst mich in ein Taxi. Unser Fahrer, Paul Meier, ein berliner Original,
ist nicht sonderlich erbaut, dieser Fahrzeugkolonne folgen zu müssen und macht deutlich, daß er nicht geneigt ist, die Verkehrsregeln zu verletzen. Ohne bemerkt zu werden, verfolgen wir die Damen bis zur Fischerinsel mit Blick auf die Grünstraße Nummer 7
in der sie verschwinden. Mare lotst unseren Chauffeur noch einen Block weiter. Ich bezahle, notiere die Taxinummer IA-72381 und wir gehen flanieren. Später entscheiden wir, mit unserem Gepäck in den Fürstenhof zu ziehen und zwei Zimmer der gehobenen Kategorie zu wählen. Wir essen im Hotel und bitten uns morgen früh zu wecken.









