Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Tag 99: Weiter hinauf im Turm des weißen Wahnsinns

Wir erwachen etwas erholt, es passierte kein weiterer Überfall. Mich wundert es, daß wir unbehelligt hier uns ausruhen konnten, doch ich will mich nicht beklagen, wir konnten es vertragen. Die Opernsängerin kocht Tee und bringt damit etwas Hoffnung und Leben in unsere Leiber.

Der Lord verteilt Pemmikan, unsere Vorräte werden dünner. Wir kontrollieren und putzen die Waffen, gehen dann die nächste Rampe leise hinauf. Der Hund Nitro ist bisher ruhig.

Dann ertönt ein Tekelilie, ein Summ Geräusch folgt daraufhin und es wird wärmer. An den Wänden läuft Kondenswasser hinunter. Wir gelangen in einen Raum, in dem sich ein großes Sechseck befindet. Eine Art Faß befindet sich davor. Der Sinn will mir nicht im Geringsten einfallen.

Am Boden Winden sich organisch – kristalline Schläuche in den Raum hinein. Anscheinend wird etwas durch sie transportiert. Mary-Ann nimmt eine Probe von dieser blauen Flüssigkeit und die Expeditionsmitglieder meinen, es sei eine fremde Art von Metall, das sie Orichalkum nennen. Mare holt aus ihren Rucksack eine fremdartige Waffe, die sie mit dieser Flüssigkeit auflädt.

Wir gehen weiter hinauf, es ist mir unmöglich zu sagen, wieviele Stockwerke wir bereits hinauf gegangen sind. Der Lord scheint alles akribisch aufzuzeichnen. Wir gelangen in einen Raum mit 5 Alkoven. Darüber stehen die Schriftzeichen. Carla stellt sich in eine hinein und erhält eine Art Vision, sie sieht den Kopf von Mycroft, der sich freudig ausruft „Jetzt bin ich bereit!“

In den anderen Alkoven erhalten wir auch weitere Visionen, allesamt düster und verwirrend. Zu meinem Bedauern sehe ich keinerlei Hinweise auf Arcadia Loyds. Wir schreiten taumelnd weiter hinauf. Es gehen viele Gänge hier ab, an deren Ende sich eine Art Kristallsicherung befindet.

Carla betritt diesen Gang und entdeckt, daß diese kristalline Sicherung nur eingeklemmt ist, wir könnten sie entnehmen. In dem vor uns liegenden Gang schlägt der Hund an. Ich schaue leise um die Ecke und sehe fünf Pentapoden, die eine Augenwalze in ihrer Mitte haben und scheinbar kontrollieren. Sie scheinen zusammen zu agieren.

Wir drehen leise um und nehmen einen anderen Aufgang. In dem Raum befindet sich eine 1.71 m großes Prisma, in dem wir eine fremde Landschaft erblicken. Mare meint, es sei Yuggoth. Mir sagt es leider nichts, doch die Landschaft sieht feindlich und bedrohlich aus.

Ein Stockwerk weiter höher ist ein Kreisgang mit einem Raum in der Mitte, wir sehen einige Türen. Es zwitschert und trällert aus dem Raum. Wir fassen uns etwas Mut und schauen in den Raum hinein und sind verblüfft. Es ist ein tropischer Urwald, alles hinter einer Art kristallinen Schutzhülle, viele Pflanzen und Tiere, die wir eher am Amazonas vermuten würden.

Manche Pflanzenarten sind uralt, einige Pflanzen gab es laut Aussagen von den Mitgliedern vor Millionen von Jahren auf der Erde und sollten ausgestorben sein. Eine Art Museum oder Konservierung. Wir stauen und schreiten weiter, nach oben.

Der Lord murmelt etwas vom 17. Stockwerk. Wir sehen 3 Pentapoden, die abwechselnd in eine Art Kabine gehen. Nachdem alle in der Kabine waren, gehen sie einen anderen Abgang fort. Wir schleichen in den Raum und probieren die Kabine aus. Sie heilt unsere Wunden! Erleichtert lassen wir uns von der Heilkabine in Ordnung bringen. Ich bin hoch erstaunt! Welche Wunder erwarten uns hier noch?

Wir gehen weiter hinauf. Im nächsten Raum treffen wir die soeben geheilten Pentapoden, überraschen sie, kämpfen und besiegen sie, dank der Heilkräfte. Nur Carla Fuß scheint erneut verletzt zu sein. Im Innenraum finden wir etliche weltliche Gegenstände, die von Menschenhand erstellt wurden.

Unter anderen entdecke ich das Schwert von dem Kapitän, Mr. Okumura. Düstere Gedanken verdunkeln mein Gesicht, dich die Schlussfolgerung behalte ich zunächst für mich und ich nehme das Schwert an mich sowie die Schusswaffen, ich finde auch weitere Munition. Wir finden auch Ausrüstung von Mycroft und Arcadia, die wir mit uns nehmen.

Da alles recht viel ist, erstellen wir einen zweiten Trageschlitten, auf dem wir die neue Ausrüstung legen. Wir schreiten weiter nach oben und gelangen an eine offene Raum, wo wir keine Wände haben. Wir können in die weiße Weite schauen, wir sind recht weit oben. Am Boden finden wir Spuren von Arcadia und Mycroft, der Hund Nitro erkennt es.

Das bedeutet nichts Gutes, doch wir werden uns kurz ausruhen und dann weiter hinauf gehen, zu weit sind wir bereits gegangen, zu hoch der Preis des Versagens! Wir müssen die anderen finden und die Sache hier zu Ende bringen. Doch was heißt das? Zu welchem Preis? Ich genehmige mir einen kräftigen Schluck und wir schauen uns alle ein paar lange Augenblicke schwer atmend und mut-suchend in die Augen.

Was wird dort oben auf uns warten….