Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Severe Storm

2 Novembre 1921 Wednesday  Quest  Day18
Nach dem Breakfast beobachte ich durch das Loch, wer das Rattengift wohl holen wird.

Doch den ganzen Vormittag hindurch geschieht nichts…
Mare löst mich zur nächsten Schicht ab.

Shakley´s Daily: „Es herrscht ständige Feuergefahr im Lager! Das Holz ist trocken und es gibt kein Löschwasser!“

Zur weiteren Vorsicht wird das Hundefutter, die verbliebene mobile Funkausrüstung sowie unsere gesamte pyrotechnische Ausrüstung in einem Frachtraum zusammengeführt und in einem verschließbaren Holzverschlag gelagert, der von einigen Seeleuten extra dafür gezimmert wird.

Das verbliebene Rattengift – auch in Mares Beobachtungsschicht hat sich niemand blicken lassen – kommt zu Mary-Ann ins Labor.

3pm
„Schiff und Ladung sichern!“ lautet der schiffsweite Befehl des Captains. Ein Sturm der Stärke 10-12 auf der Beaufort Scale wird uns in spätestens 6 Stunden treffen…

Die Mannschaft ist beschäftigt; konzentriert machen sie die Quest sturmfest. Ich powere unsere Huskys an Deck aus, bis Captain Okumura befiehlt:“Alle Mann unter Deck!“

Der Funker filtert eine ständig wiederholte Nachricht aus dem Äther: „ ++E2++E4++“

Ist das ein Code oder sind das Schachzüge? Wird hier Fernschach gespielt?

Mare und der Colonel sichern unsere Aircrafts mit zusätzlichen Stahlseilen. Ein Sicherungsseil wurde mutwillig beschädigt, ist erst seit gestern aufgespleißt. Mare kontrolliert die Flugzeuge täglich. Ein weiterer Sabotageakt…

7pm
Ich lade zu Gin in die Offiziersmesse ein. Die See wird spürbar rauer.
Mycroft und Mare wird bereits flau im Magen…

9pm
Eine Brecherwelle trifft die Quest steuerbord krachend und lässt das Schiff erzittern. Eine Luke wurde beschädigt und laut rauschendes Wasser dringt ein. Carla & Me übernehmen die Pumpe, während versucht wird die Luke wieder zu verschließen. Der erste Versuch endet tödlich: Maschinist Angel wird von den Wellen mitgerissen und geht über Bord…

Nachdem ein zweiter Versuch erfolgreich die Quest wieder wasserdicht macht, gibt es für mich nichts mehr zu tun und ich lege mich schlafen.

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3 Novembre 1921 Thursday 3am Quest Day19
Krachender und kratzender Lärm aus dem Schiffsbauch wecken mich. Alarmiert springe ich aus dem Bett und eile hinunter. Die Treppe falle ich stolpernd herab und überhole Carla dabei. Humpelnd erreiche den lärmenden Frachtraum. Der Motorblock meiner Junkers ist vom Rumpf geknickt und schleift nun vorne im Rhythmus des Wellenganges quietschend über den Stahlboden des Schiffes. Die Propellerblätter sind geknickt, eines bereits abgebrochen. Der gesamte Motorblock droht abzufallen und frei im schwankenden Frachtraum umherzurollen…

Mit weiteren Seilen und viel Seemannskraft können wir den Engine Block erst einmal sichern.

Eine weitere heftige Welle wirft mich gegen die Stahlwand…

Well, die Südhalbkugel hat mich stürmisch begrüßt mit schmerzenden Fuß und Schulter. Meine F13a hat einen Totalschaden erlitten, taugt nur noch als Ersatzteillager für die verbliebenen Flugzeuge…

4 Novembre 1921 Friday Quest Day20
Der Sturm lässt endlich nach. Es gibt nun viel zu tun in den kommenden Tagen…

Als erstes schaue ich nach den Schlittenhunden und beruhige sie.
Zwei Huskys sind im Sturmstress verendet…

Die Quest wird auf Schäden untersucht und die Reparaturarbeiten beginnen.
Der Mastbaum macht den Anfang…

Alle Flugzeuge werden genau geprüft: Die Nieten der Aluminiumhülle des Motorblocks meiner Junkers wurden gelockert: Eine tödliche Falle in der Luft! Die verbliebenen zwei Flugzeuge erscheinen unberührt…

Der Sicherungsverschlag für die vitalen Komponenten der eisigen Expedition wird fertiggestellt und befüllt.

Die Liste der zu besorgenden Ersatzteile in Dunedin wird immer länger…

Die Trauerfeier für Maschinist Angels, der beim Reparieren der Luke von Bord gerissen wurde, wird von Captain Okumura stilvoll abgehalten. Da sich die See den Mann schon geholt hat, können wir nur noch schweigend den Union Jack flatternd dem Wind und der See übergeben…