Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Scriptoria

Vor dem Frühstück gehe ich mit Indi noch mal raus; Mr Winterbottom begleitet mich. Es ist ein kalter Morgen in Bristol und aus den Schornsteinen riecht man den Koks.

Nach dem Frühstück geht es wieder in die Universitätsbibliothek. Wir bekommenen einen Termin am 21.2 – Einsicht in die geschlossenen Sammlung.

Dann endlich suchen wir Cecils Wohnhaus auf. Es ist das Eckhaus an der St Pauls Road. Janette empfängt uns an der Tür und bittet uns herein. Nein, Mr Cecil Jones ist auf Reisen. Sie hütet nur das Haus für ihn und wir haben Glück das sie gerade Vorort ist. Bei Ihrem Anblick kommt mir vieles wieder in den Sinn: Wie ich als Kind im Garten gespielt habe, der Apfelbaum, Cecils Geschichten über Schleusen und Kanäle, sein geheimnisvolles Arbeitszimmer und die leckeren Sandwiches von Janette.

Während die gute Seele uns einen Imbiss zubereitet suchen wir ein wenig im ersten Stock des Hauses herum. Es muss doch Hinweise geben!

Ah da – im Schlafzimmer entdecke ich unter einer Diele ein Geheimversteck. Hier muss Cecil die Schatulle aufbewahrt haben.

Im Arbeitszimmer finden sich in den Schreibtischschubladen neben zahlreichen Plänen, Listen und Berechnungen einige interessante Dinge die ich an mich nehme:

– Zwei Notizen –

Dann eine Kladde mit Übersetzungen und Anmerkungen zu ‚De Vermis Mysteriss, der Ausgabe von 1542‘. Die Handschrift scheint von Allen zu sein; ich überfliege kurz den Inhalt:
– Die Herstellung des Pulvers des Ibn Ghasi
– Schutzzauber zur Bannung im Inneren
– Schutzzauber zur Bannung im Äußeren
– Schutzzeichen zur Bannung im Inneren
– Zusatzinformation zu Prinn und seinem Werk
Ich schätze das Studium jeder Notiz wird rund acht Wochen dauern.

Die Besitzurkunde für dieses Anwesen und für die  Parcelle No 7 in Taunton.

Dann kehren wir zu Janette an das inzwischen entfachte Kaminfeuer zurück. Zeit für Sandwiches, Tee und uns zu wärmen. Wir reden über Cecil. Seit zwei Wochen ist er in Schottland. Janette wundert sich über den Umstand das er sich bis dato nicht gemeldet hat. Mir kommt kurz der Gedanke – Ist er auf der Flucht?

Janette bittet uns aus dem Keller Kohlen zu holen. Lord Carnarvon und ich nutzen diese Gelegenheit. Ein Regal mit Weckgläsern, mein altes Dreirad, ein Mauseloch, der Kohlenhaufen. Nix besonderes.

Zurück im Flur sehe ich aus dem Augenwinkel wie der Maure aus der Küche kommt. In der Hand einen Esslöffel, gefüllt mit Öl; er  bringt ihn die Treppe hoch. Wie geschickt er dabei ist und warum tut er das?

Als ich auf dem Dachboden eintreffe scheint Mr Winterbottom sich bereits an den Schlössern der Truhe versucht zu haben. Er wirkt etwas verzweifelt. Schon als Kind hatte ich meinen Onkel gefragt was sich in dieser Truhe befindet. Aber Cecil wusste es nicht oder wollte es mir nicht sagen. Die Truhe, sie trägt die Initialien MA – Marion Allen.

Während Mr WB einen neuen Dietrich kaufen geht um sein Werk zu vollenden erzähle ich den Herrschaften von dem Gral und wie ich überhaupt auf diese Sache gestossen bin. Dann ist es soweit; Mr Winterbottom kehrt zurück und knackt mit einem neuen Dietrich das zweite Schloss. Ich habe die Ehre die Truhe zu öffnen. Ein einfaches Leinentuch verdeckt den Inhalt:

– Ein dunkelblauer Mantel, gewebt aus Loden
– Mörser und Pistill aus Kupfer
– Ein erdfarbenes Brokatband, bestickt mit okkulten Zeichen (aus Kupferfäden eingewebt) Ausgelegt bildet es einen 3 m durchmessenden Kreis

Der Boden der Truhe ist mit einem Leder ausgeschlagen das am Rand vernagelt ist. Wir wollen das Leder entfernen ohne es zu beschädigen. Um ein geeignete Werkzeug zu besorgen zieht Mr Winterbottom erneut los. Er hat da wohl Kontakte.

Während wir warten erzähle ich den Herrschaften weitere Details auf meiner Gralsuche.

Mit dem neuen Werkzeug entfernt Mrs Fiona geschickt die Nägel, das Leder. Zum Vorschein kommt eine vier Finger breite Schwarte. Ich neheme sie aus ihrem Versteck. Die Seiten sind aus Ziegenleder. Auf dem Buchrücken unbekannte Zeichen. Author: Ludwig Prinn, De Vermiis Mysteriis!

Mit Janette verbleiben wir das Sie uns informiert so bald sie etwas über Cecil hört. Am Freitag ist sie wieder in seinem Haus. Sie wohnt in Hausnummer 7, selbe Strasse.

Wir kehren im  Hotelrestaurant ein. Während des Abendmahls ordnen wir unsere Indizien und schmieden Pläne. Mr Winterbottom telefoniert von der Rezeption aus mit einem Freund um ihn auf Cecil anzusetzen.

Nach diesem Dinner gehe ich mit Indi noch mal raus. Schade das Mr Winterbottom uns nicht begleitet. Heute Abend treibt in wohl die Spielsucht.

Als Schlummerchen studiere ich noch einige der Notizen von Allen. Darin schreibt er u.a. über das Buch ‚De Vermiis Mysteriis‘: 

I Kapitel: Prinns Lebensweg, Auszug aus Europa, IX Kreuzzug, Aufenthalt im nahen Osten, Leidensweg, seine kultischen Erfahrungen.

II Kapitel: Ägyptischer Pantheon, arabische Gottheiten; namentlich: Nya la ho tep, Nefren-Ka, Der schwarze Pharao. Ein Unterkapitel beschreibt sarazenische Rituale, mythische Geschichten und verborgene Praktiken von Derwischen. Von Gottesdiensten gegenüber gigantischen Kreaturen, halb Mensch halb Tier, namentlich: Sebek

III Kapitel: Beschäftigt sich mit dem erlernen der Rituale und den magischen Praktiken -> Zaubersprüche