ロンドンの行 (Rondon no yuki) – Rückkehr nach London
„Mr. Okumura, heute morgen hat jemand für Sie angerufen“, berichtet Amanda, als ich beim Frühstück sitze.
“Wer war es denn?”, frage ich.
“Mr. Winterbottom, Sir“, antwortet sie.
“Und was hat er gesagt?”, frage ich weiter.
“Ich habe es aufgeschrieben. Soll ich Ihnen die Notiz bringen?”
“Ja, bitte, Amanda”, antworte ich und sie verlässt das Esszimmer, um kurz darauf mit einem handgeschriebenen Zettel zurück zu kommen.
‚Wir fahren nach London. Die Gefahr ist vorerst gebannt’, lese ich. Es ist meinen Freunden wohl gelungen, die Kugeln in die Traumlande zu bringen.
Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg zu ihnen. Als ich gegen halb drei am Londoner Hauptbahnhof ankomme, rufe ich von einem Münzfernsprecher aus in Halton House an. Man teilt mir mit, dass Lord Carnarvon und Mr. Winterbottom in die Bibliothek gegangen seien. Ich rufe eine Droschke und lasse mich zur Universitätsbibliothek fahren, die ich irgendwann zwischen halb vier und vier erreiche. Ich kann meine Freunde nicht sofort entdecken, doch nicht lange, da höre ich jemandens vertraute Stimme heftig schimpfen.
“Was ist das hier für ein Saftladen! Hier findet man rein gar nichts!” Kurz darauf erscheinen Mycroft und der Lord in der Lobby. Offenbar waren ihre Recherchen heute nicht von Erfolg gekrönt.
Als wir zum 5 o’Clock Tea in Halton House zusammensitzen, berichten mir meine Freunde, wie Mycroft gestern erfolgreich die Kugeln in die Traumlande gebracht und in der Nähe unserer Truhe vergraben hatte. Er war auch an die Handelsstraße nach Dyath-Leen gereist, in der Hoffnung, dort einen Roten Magier zu treffen. Sein Streben war von Erfolg gekrönt, wie er zu berichten weiss. Der Magier ist bereit, uns im Tausch gegen ein älteres Zeichen Informationen zu den Zaubern, mit denen wir die Hunde von Tindalos loswerden können, zu geben.
Obwohl die Hunde uns nun vermutlich in Ruhe lassen werden, bin ich noch immer sehr verspannt und werde von unterdrückten Ängsten gequält. Mycroft entgeht nicht, dass es mir nicht so gut geht.
“Vielleicht solltest du es doch mal mit einer Therapie versuchen”, schlägt er vor.
“Meinst du wirklich”, frage ich unsicher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei mir funktioniert.
“Dr. Nidelvens Methode ist ziemlich effektiv. Mir hat sie geholfen”, meint er.
“Vielleicht hast du Recht“, antworte ich, nachdem ich eine Weile überlegt habe. Irgendetwas muss ich tun, sonst gehe ich früher oder später vor die Hunde und ziehe womöglich die, die mir nahe stehen, noch mit in meinen Abgrund.









