Reisevorbereitungen
Duschen nach dem Frühsport ist das Beste! Meine Gedanken fokussieren sich auf die Reise & deren Vorbereitungen. Am Frühstückstisch erfahre ich dass Ragnar als Kapitän abgesetzt wurde, wohl auf gegenseitigen Wunsch. Ragnar hat wohl zuviel finnischen Humor & Schabernack im Blut für einen etwas steifen britischen Adeligen. Ich grinse still in mich hinein & freue mich gleichzeitig, ihn weiterhin mit auf der Mission zu haben. Schließlich ist er ein guter Waffenbruder, wie ich in Halifax & Südamerika erlebt habe.
Weiterhin lese ich mich in die Situation von Japan etwas ein & erfahre, daß der Frieden nicht ganz so sicher ist, wie es auf dem Papier erscheint – man pflegt kühle bis mißtrauische Verbindungen, die nun nach dem Ende des Großen Krieges obsolet werden.
Wegen Visums Fragen & seines diplomatischen Status des Lord fliegen wir nach kurzerhand mit meiner Martinsyde nach London. Während ich auf die Rückkehr seiner Lordschaft warte, nutze ich die Gelegenheit, einige meiner schweren Waffen an Bord der Almina zu transportieren & weitere Reisevorbereitungen zu treffen. Außerdem ordere ich einen Chauffeur sowie einen fähigen Piloten nach Bristol, um meinen Silver Ghost sowie die Martinsyde nach London bringen zu lassen. Mare wird schließlich bei uns mitreisen. Auf eine Eingebung hin rufe ich einen alten Freund, Mr. Pommeroy an, der sich auch sehr für die Luftfahrttechnik begeistert. Wir sprechen viel über die Martinsyde und Möglichkeiten zur Verbesserung, denn die Flüge mit Mary-Ann sind immer brandgefährlich. Nach dem Verabschieden gebe ich den Airodrome Techniker die Anweisung: Die Maschine wird während meiner Abwesenheit gewartet, neuer Motor eingebaut, das Fahrwerk deutlich verstärkt & gefedert, sowie mit Duraluminiumlegierung beschichtet & strukturverstärkt, auf Empfehlung von Mr. Pommeroy, einem Bekannten von Nikola Tesla. Dieser sprach viel von Magnetismus, Elektrizität und Kühlsystemen für Bordsysteme. Ich scheue keine Kosten, meine fliegende Kiste auf den neuesten Stand bringen zu lassen.
Niedergeschlagen trifft nach ein paar Stunden LC bei mir im Flughafen Croyden ein. Wir fliegen zurück & erfahre, daß der Lord bis auf unsere Visas nichts erreicht hat, zu seinem tiefen Bedauern. Ich baue ihn auf, bin ohnehin guter Dinge dank meiner neuen Waffen im Gepäck. Während des angenehmen Flug bei Gin und Canapes bessert sich seine Stimmung. Ich bemerke still: „Er riecht nach fremden weiblich Parfüm, dieser Schlingel!“













