Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Regaining a lost Voice

Decembre 3 1920 Friday 9am Gloucester Hotel Imperial

Ich erwache wirklich sustainably regeneriert und kann schon viel tiefer einatmen als gestern noch…

Carla will unbedingt once again nach Berkeley, in das mittelalterliche Dorf, zum Hofnarren Balthazar. Sie glaubt, er habe ihre Stimme gestohlen. Als er sie in der Amtsstube des Bürgermeisters sah, begann er eine Holzfigur nach ihrem Ebenbild zu schnitzen. In ihrem nächtlichen Fiebertraum hat sie ihn gesehen, wie er einen Strick um den Hals ihrer Holzfigur band…

Ihre ungelenk schnarrende Stimme ist sowohl unerträglich als auch unwürdig. Wir werden heute ihrem Wunsch nachgehen. Mare mietet einen Lorry an, mit dem wir uns auf den Weg nach Berkeley begeben…

Doch kurz vor Brichester kommt der Lorry auf offener Strasse zum Erliegen. Rauch steigt auf…

Mare schaut unter die Motorhaube und stellt fest, dass die Kühlerschläuche perforiert sind. Sie wurden schon sehr oft geflickt und sind nun endgültig durch. Wir brauchen Ersatz: Neue Kühlerschläuche oder ein neues Fahrzeug…

Zusammen mit Mare laufe ich forschen Schrittes nach Brichester; die Stadt ist nur 30 Gehminuten entfernt. Auf dem Weg dorthin bearbeitet mich Mare. Sie will unbedingt eine Dampfmaschine anmieten, mit der wir uns sicher und schnell durch das Valley bewegen können. Ich zögere: Unauffällig geht anders…

Straßendampfer

Als wir Brichester erreichen, gebe ich ihr die Anweisung auf jeden Fall eine Kutsche anzumieten. Die benötigten Ersatzteile soll sie auch besorgen. So schliessen wir weiteren Stillstand aus, selbst wenn der Lorry nicht repariert werden kann…

Ich trenne mich in der Stadt von Mare, um erneut Linda Wellington in ihrem Bookshop aufzusuchen. Ich bin immer noch dem Buch “The Revelation of Glaaki” auf der Spur…

Linda lächelt lautlos, als sie mich in ihrem Laden empfängt. Das Buch wird nicht mehr aufgelegt und ist ein Antiquariat, informiert sie mich. Sie empfiehlt mich an den Leiter der hiesigen Universitätsbibliothek, Dr. Dr. Chesterton, in dessen occulten Beständen das Buch zu finden sei. Sie weiß auch, dass er das Buch selbst kennt und wohl auch gelesen hat…

Ich dringe weiter in sie ein…Wie könnte ich Dr. Dr. Chesterton mit einem Buch beeindrucken, wenn ich ihn aufsuchen möchte? Sie empfiehlt mir eine gerade neu erschienene Ausgabe ausgewählter Werke von Edgar Allan Poe. Natürlich erstehe ich das Buch und nehme es mit…

Schweren Herzens verlasse ich den Bookshop wieder. Nur zu gerne hätte ich noch tea and scones bei Linda genossen…

Doch heute, so entschuldige ich mich wortreich, ist die Zeit diesmal leider zu knapp… (Um diese junge, unerfüllte Frau in ihrem Shop zu geniessen und überhaupt…)

Ich spüre, wie sie mir hinter den Fenstern ihrer Auslagen hinterher schaut. Ich kann nicht anders, als mich im Gehen umzudrehen und ihren Blick zu fangen und zu halten…

So renne ich abgelenkt auf dem Gehweg in eine andere Person: Ein Mann in Grau steht plötzlich vor mir!

Ich nutze die Gelegenheit, ihn mir genauer anzusehen und scanne ihn einmal von oben bis unten. Er hat die obligatorische Beule unter dem Arm…

Der graue Herr reagiert unfreundlich, greift sich an seine Halfterbeule. Zeit für mich, mich unter entschuldigenden Worten zurück zu ziehen und schnell weiter zu gehen. Ich brauche mich nicht umsehen. Ich weiß, er folgt mir…

Zum Glück hält Mare die angemietete Kutsche startbereit am vereinbarten Treffpunkt. Ich brauche nur einzusteigen und los geht es. Verwundert bemerkt Mare, dass mich mehrere Männer in Grau verfolgt haben…

Sie hat auch die Ersatzschläuche für die Kühlung besorgt. Ich lasse mich von ihr zurück zum havarierten Lorry kutschieren, wo uns die anderen schon ungeduldig erwarten…

Nach einer Stunde intensiver Reparaturen an der Maschine steht fest: Das Kühlungssystem ist nicht mehr zu retten. Auch Ragnar hat sich versucht, doch nun springt der Lorry noch nicht einmal mehr an…

Das Wrack wird auf meine Order hin aufgegeben. Wir steigen in die Kutsche um und Mare lenkt uns nach Berkeley…

Die Torwächter lassen uns ungefragt ein und der Mayor empfängt uns erneut. Der Narr Balthazar freut sich besonders über unserem Besuch. Er spricht mit der Stimme von Carla…

….HOW BIZARRE…

Er macht sich lustig über Carla; der Bürgermeister ist köstlichst amüsiert…

Die ehemals stimmgewaltige Sängerin schimpft schnarrend mit dem Narren und verlangt ihre Stimme zurück. Sie sieht ihre aus Holz geschnitzte Puppe mit einem kleinem Faden um den Hals. Nur kurz überlegt sie…

Dann bietet sie dem Narr ein Spiel an…

Balthazar erkennt ihre Intention und übergibt ihr daraufhin breit grinsend ihre Puppe. Sofort entfernt Carla den dünnen Faden von ihrem Hals. In an instant of time hat sie ihre Stimme wieder. Der Narr lässt seine Kappenglocken vor Freude läuten…

Dieser kleine Rotzlöffel ist gar nicht bösartig, er ist nur verspielt…

Wir verabschieden uns für heute…

 

9pm Gloucester Hotel Imperial

Wir nehmen ein Supper ein und vereinzeln uns dann sogleich auf unsere Zimmer…