Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Mural Relief

Novembre 3 1920 Wednesday

Auf dem Dachboden ist heute Nacht nichts vorgefallen. Die Regenrinne soll heute noch repariert werden…

Mare und der alte Vater verabschieden Lady Evelyn nach Highclere Castle…

Ruhig vergeht der folgende Vormittag…

Ragnar erhält den Report über Karl Maria Willigut, den Halter des grünen Mercedes in Gibraltar: Er hat im WWI eine beeindruckende Militärkarriere hingelegt…

Henry hat die Adresse des Verlages von H. P. Lovecraft herausgefunden und will ihn nun kontaktieren. Woher weiß ein Schriftsteller von aberranten Flugwesen unbekannter Herkunft?

Im Salon unterhalten wir uns – Mare, Henry, Ragnar& Me – und schweifen ab…

Ich kann teilweise nicht mehr folgen, so abgedreht, so klipp und quer twisten unsere Gedanken und story lines…

Mary-Ann kehrt aus Exeter zurück. Ihre Pillen hat sie fertig gedreht. Sie hat unsere Hauskatze `Arrival‘ auf dem Arm…

Nach dem Dinner bereiten wir uns auf einen weiteren Besuch im Keller des Hospitals vor: Schutzroben, Beleuchtung und Bewaffnung…

11pm Bryanston Square No 48
Wir öffnen die schwere Tür lautlos und gehen leise die Treppe herab. Es knarzt. Wir zucken zusammen. Ich folge Henry, der Ragnar hinterhergeht…

Der Gang ist immer noch so verschüttet, wie wir ihn kennen. Doch wir können kein Schnarren hinter dem Schutt mehr hören. Ich suche im Nebenraum nach den Überresten des toten grauen Aliens, um zu sehen, wie er jetzt aussieht. Doch ich finde nichts mehr von ihm…
Mare sieht im Schutt etwas Silbrigres glänzen und zieht daran. Gleich darauf schreit sie um Hilfe…
Im Gang rumpelt es und ich ziehe sie am Kragen zurück. Fast gleichzeitig fällt ein schwerer großer Stein aus der Kellerdecke und ich sehe zu, wie sie lärmend einstürzt…

Fallback! Ragnar und Henry sichern den Treppenabsatz, den wir unverzüglich hochstürmen. Im Erdgeschoss klafft ein staubendes Loch im Boden. Es macht einen sehr instabilen Eindruck…

Ich schaue in den Raum hinunter und erkenne Spuren von Feuer. Es muss eine Explosion gegeben haben…

Doch dort unten scheint nichts mehr zu sein, doch wir wollen sichergehen. Um hinunter zu steigen, müssen wir das Loch stabilisieren und warten, bis sich der Staub gelegt hat. Ein unirdischer Geruch von Verwesung steigt in unsere Nasen…

Mit einer Carbidlampe steigt Ragnar an der schnell beschafften Leiter herab…

Er berichtet uns just in time, was er in dem verkohlten Raum sieht: angekohltes Metall…es ist ein Wandrelief, 1.50m x 0.9m groß, Unter einem Ellipsoid mit Tentaceln kniet betend eine Figur…In dem “Glaubensauge” ein Grey…

23:42pm  Auch ich klettere hinab und schaue mir die Apparatur an, eine High-Tech-Anlage aus außerirdischem Metall. Sie ist offensichtlich kaputt. Es muss eine Explosion direkt vor dem Gerät stattgefunden haben, die einen Brand auslöste. Es sieht nach einer mutwilligen Zerstörung aus, nicht nach einem Versagen der Maschine von innen heraus. Mare nimmt sie genauer unter die Lupe…

Es scheint sich um eine hydraulische Anlage zu handeln, die von hier etwas in den Raum mit den von der Decke hängenden Humanoiden im nächsten Raum pumpte. Dies unterstützt meine Theorie des Homunculus-Experimentes.

Im Schutt neben der Apparatur zieht Mare einen kleinen, aber schweren Behälter ans Licht der Carbidlampen. Er ist warm – Körpertemperatur – und ist mit einer leuchtend blauen Flüssigkeit gefüllt:

Bei genauerem Untersuchen liegt ein menschlich aussehendes Gehirn darin. Es ist an Schläuche angeschlossen, die eine autarke Versorgung der menschlichen Biomasse nahe legen. Der Zylinder selbst hat auch verknüpfbare Schläuche, die höchstwahrscheinlich an die Apparatur angeschlossen werden konnten…

Mare verstaut das Objekt in ihrem Rucksack. Ein lebendiges menschliches Gehirn zum Mitnehmen…

Photos vom Relief an der Wand und der außerirdischen Apparatur werden angefertigt…

Henry stellt beim Pergamentabpausen des Reliefs fest, dass sich die Augen des Greys im “Glaubensauge” locker und beweglich sind. Er & Ragnar drücken die Augen gleichzeitig in die Wand hinein. In der Wand gegenüber zum Homunculusraum knarzt, rumpelt es und ein weiteres, final blockierendes Geräusch ist zu hören…

Vielleicht die Augen einzeln probieren…Erst hoch und dann runter? Henry schafft es, ein Rolltor zum Öffnen zu bewegen. Ragnar schlüpft durch die schmale Öffnung hinüber in den Raum mit den von der Decke hängenden Homunculi. Ich sichere den Eingang von außen und blicke mit auf den Boden gewandten Blick hinein, um die Creaturen nicht sehen zu müssen.

Der Gestank der verwesenden Creaturen breitet sich nun im gesamten Keller aus.

Ragnar findet eine weitere Kiste, ca. 1,60m hoch und 1m lang, aus dem gleichen Metall wie die Apparatur. Auch sie ist warm…

Der Captain merkt an, dass die Homunculi-Reifung der sieben Corpi an der Decke noch nicht abgeschlossen ist und die Apparatur im anschließenden Raum die Steuerung der Züchtung übernahm. Wofür wurden sie nur hergestellt. Was sollte ihre Aufgabe sein?

Ragnar verhängt die Corpi mit Laken aus dem Hospital, damit wir sie uns nicht ansehen müssen. Sie seien hautlos und doppelköpfig…

Uns wird klar, sie müssen als allererstes weg, gründlich entsorgt werden.

Der Geruch wird trotz Tiger Balm unter der Nase immer unerträglicher. Die Nacht hat uns erschöpft und wir brechen ab. Das Zimmer im Erdgeschoß mit dem Loch zum Keller wird verschlossen und mit dem Hinweis auf Baufälligkeit versiegelt…