Lease of Life
Sofort irritieren uns seltsame Bewegungen um uns herum: Beim direkten Blick ist aber nichts zu sehen. Carla bemerkt als erste, dass wir es selbst sind, dass wir eine andere Wahrnehmung auf uns selbst haben. So wie ein zusätzlicher Blick von außen… Auch auf Sanjuro Traumlandkarte können wir uns sehen.
Bei Bauer Frantek versuche ich das Land zu kaufen, auf dem meine östliche Schlosshälfte sich regelmäßig materialisiert. Doch er will es mir nur verpachten, weil ich kein Traumlandbewohner bin. Also packte ich das Land. Es ist mir ein inneres Bedürfnis, dass mein Schloss auch auf meinem Land steht. Vielleicht lässt sich von hier aus der Riss durch meinen Stammsitz anders betrachten.
In dem Librarium von Ulthar suchen wir nach Wissen über Celephais, die Stadt in der Sanjuros Katzenmatriarchin zu finden sei. Die Bibliothek hat selber an bestimmten Tagen Ausgänge dorthin und ein Bibliothekar zeigt sie uns auf unserer Traumlandkarte. Sie liegt über dem Meer und so gelangen wir mit dem zeitlosen Schreiten nach Cannas, um von dort aus in See zu stechen. In Esmes Kräuterladen ist nur ihr Leguan, der uns das „Weiße Schiff“ empfiehlt. In der Hafenmeisterei erfahren wir, dass es seit einer Woche auf See, ist auf dem Weg nach Serania, einer weißen Insel, die auch auf der Traumkarte zu finden ist. Alle anderen Schiffe im Hafen lehnen die Passage ab: wegen drohenden Sommerstürmen, undichtem Schiffsrumpf…. Nur die Piraten würden uns auf eine Never-Comeback-Tour mitnehmen wollen. In der Hafenkneipe schlürfen wir dann eine Schüssel „Braunes“ – „Boule de merde“ würde Babette wohl sagen – und hören uns nach weiteren Möglichkeiten um. Ein Seemann will uns einen Kontakt zu einem gewissen Dalan, der uns fahren könnte, für ein Silber schaffen. Das würde jedoch erst morgen passieren können…
Wir finden eine Unterkunft in der Herberge „Zum Kraken“. Der Wirt verlangt extra Kupfer für die Sperrbalken für die Tür. Ich trinke Fischliköre, bis ich müde werde und meine Augen bettschwer.
Am nächsten Morgen bin ich frisch und frühstücke Seebohnen und Neunaugen-Stew auf Toast. Zum Trinken wird „Seewasser“ serviert, ein heißer, salziger Aufguss von Seetang. Henry lässt sich den Tee mit einem Sekret, das der Wirt direkt über seiner Tasse aus einem unterarmgroßen Wurm herausdrückt…
Wir warten auf Lilian, unseren Kontaktmann zu Dalan. Ich begleite Henry zum Baden im Meer. Mycroft und ich warten ab, aber Henry überlebt es und nun steigt auch der Colonel in die Bucht. Beide meinen übereinstimmend: „Very refreshing!“
Sanjuro hat immer mehr das Gefühl alleine nach Celephais reisen zu müssen und will sich von nun an selbst um die Reise kümmern…
Mycroft sammelt noch Heimaterde für seine Alraune vom Galgenplatz, von dort, wo er sie her hat. In Ermangelung weiterer Pläne drehe ich die Münze in meinem Mund um und wache auf…









