Kurz vorm Ziel! *
Recht benebelt wache ich auf, die anderen schlafen noch tief und fest. Nur Henry ist pflichtbewußt mit Indie unterwegs. So ein Hund ist schon was Nettes. Das Wuschelding hat sich in letzter Zeit nicht auffällig verhalten.
Da wir alle platt von der Reise sind, wird uns beim ländlichen Frühstück ein starker Kaffee names Domacak gereicht. Danach gibt es hormonelles Feuerwerk im Kopf. Alle sind wach! Dann will die Bäuerin unbedingt den Kaffeesatz lesen. Als sie die Krümel deutet, wird sie blaß und fragt uns: „Pyramido? Nonono!“ Omar schaut mich vielsagend an, erst wütend, dann ängstlich. Unbewußt täschelt er seine Börse und ich mache mich auf Nachverhandlungen gefaßt.
Mit den munteren Lebensgeistern machen wir uns wieder auf, die Pyramiden zu erkunden. Nachdem wir den herzlichen Abschied hinter uns gebracht haben, machen wir uns wieder in die Sattel. Die Landschaft ist unverändert, nur die Berge sind zu sehen und die Hügel werden höher.
Wir erreichen einen Fluß. den wir nicht umgehen können. Kurz suchen wir eine geeignete Überquerung, die wir nach längerer Suche in einer Sandbank finden. Sanjuro geht als erstes, nachdem wir das Vorgehen langwierig diskutieren. Nahezu mühelos erreicht er das andere Ufer. Motiviert von seinem Erfolg gehe ich als nächster ans Werk – mit verherrenden Folgen!
Mein Tier trift einen Stein, driftet weg und verliert komplett den Halt. Ich stürze ins Wasser und paddel ans andere Ufer. Kurz geschüttelt, eile ich dem Pferd und Gepäck nach. Leider erwische ich nur Zweiteres, das Tier verschwindet spurlos in den Fluten.
Nachdem die anderen auch heil ans Ufer gekommen sind, mit weiteren Zwischenfälle, machen wir eine Rast, trocknen unsere Sachen und beschliessen zu bleiben. Ich bin genervt, muß nun auf dem Packpferd reiten und das Gepäck wird verteilt. Morgen wollen wir weiter aufbrechen um endlich anzukommen…









