Henrys Traumtagebuch

~ Mondaufgang ~
Ein Leuchten aus dem Schrank. Wir tretet hinein, mir wird schwindelig. Etwas seltsames passiert hier. Wir betreten einen langen Korridor. Einige Mönche scheinen uns den Weg zu weisen. Mrs Fiona beschwert sich bezüglich einer Lichtung, ich höre ihre Stimme ganz deutlich.

Wir treten aus dem Schrank heraus und sind im gleichen Zimmer. Draussen vor dem Haus ist es aber Tag, aus dem Erdgeschoss ertönt das Zischen eines Teekessels. Anstelle der Kutsche liegt ein Boot kopfüber auf dem Dach der Garage. Unter dem Baum im Garten steht eine Truhe, daraus nehme ich mir einen Dolch. Ich sehe mich um. Das Haus steht nicht mehr in Exeter sondern in einer anderen Stadt, wie kann das sein? Einer nahen Kirchturmuhr entnehme ich die Zeit – Drei Uhr Nachmittags. Alles wirkt hier wie gespiegelt? Erstaunt beobachte ich wie Lord Carnarvon mit einer Katze spricht. Er erklärt mir, ‚Wir befinden in Einem Traum, in Ulthar.‘
Wir suchen die hiesige Bibliothek auf, ein Gebäude aus Stein, Holz und Fachwerk. Drei Etagen hoch. Ich verstehe kein Wort des Novizen so das es mir übersetzt wird. Aber diese Sprache, sie erinnert teilweise an Manx. Der Novize, namentlich Nitri ,kostet an dem braunen Pulver, er sagt es schmeckt ranzig. Die Herrschaften fragen ihn nach den Tränen: Er zermalmt sie in einem Mörser. Und er bestätigt: Diese Bibliothek steht an vielen Orten im Traumland. Nitri sagt das Band stinkt und wurde seit der letzten Benutzung nicht gereinigt. Das Buch stinkt weniger. Die Robe könnt verbessert werden. Um das Katzengold zu finden müssen wir den Fluss Skai bereisen. Wir kehren in die Holloway 24 zurück. Uns fällt auf das Haus ist eingerichtet!
Mr. Winterbottom steigt auf das Garagendach, Zeit das Gefährt klar zu machen. Das Ruderboot hat eine Brennerei am Bug, übersetzt etwa: „In Freude“. Wir drehen das Boot um. Mare durchsucht die Kiste an Bord und findet eine Karte des Flusses mit mehreren Markierungen.
Mir kommt die Idee sich in das Boot zu setzen und uns auf den Fluss Skai ‚zu träumen‘. Um es zunächst in den Garten ‚zu träumen‘ setzen Mr Winterbottom und ich uns in das Boot. Wir schliessen die Augen, es gibt einen Ruck, wir öffnen die Augen und siehe da, das Boot ist im Garten. Aber wir beide sitzen noch auf dem Garagendach. Folglich sind wir physisch (wenn auch gespiegelt) in dieser Welt. So tragen wir das Boot letztendlich zum Fluss. Angekommen lassen wir es zu Wasser und folgen der Strömung. Schöner Wald. Wir steuern das Boot näher an das Ufer. Wie das glitzert da im Flussbett. Die Herrschaften, selbst der Lord sind sich nicht zu fein Katzengold zu bergen und legen Munter drauf los.
Dann passiert es: Mr Winterbottom wird unerwartet von einem Wesen aus dem Fluss angegriffen: ich lasse die Sicherungsleine los. ‚Hilfe, das Paddel‘ ruft Mrs Humboldt. Wir ziehen den Lord ins Boot; an seine Ferse hat sich ein Wurm geheftet – sehr eklig. Nun Mr Winterbottom zurück in das Boot holen; ich packe ihn am Arm; ein gelender Schrei ertönt.
Wir brechen das Vorhaben ab, haben neun Pyrit zusammen, kehren nach Ulthar zurück in das Haus 24, durch den Schrank in die Wirklichkeit.
~ Monduntergang ~
In der Stadt der Schiffbauer. Ich stehe auf dieser Lichtung. Und, dem Kelch sei Dank, Cpt Wigbold ist bei mir. Und, wie geahnt, das Amulett der Ziege! Wir rüsten uns mit dem Notwendigsten aus und brechen auf. Unser Ziel, so der Vorschlag von Cpt Wigbold, ist die Stadt Canas, den hier kann sich Cpt Wigbold am besten verständigen. Da meine Sprachkenntnisse in diesen Landen noch lange nicht perfekt sind bin ich weiterhin auf seine Hilfe angewiesenen und stimme ihm zu.
Um die Stadt Canas zu finden muss Cpt Wigbold ein Ritual durchführen und so begeben wir uns an das Ufer des nahe gelegenen Flusses Skai. In seinen seichtem Gewässer stehen wir. Cpt Wigbold reibt sich in die Hände, streckt die Arme über den Kopf, formt ein Fünfeck aus seinen Fingern. Dazu spricht er einige Worte, die ich nicht verstehe. Wie von einem Geistesblitz durchstossen scheint er den Weg in die Stadt der Schiffbauer zu kennen und so folge ich ihm zuversichtlich. Und tatsächlich wir erreichen den malerischen Ort. Er erinnert mich ein wenig an Mallaig, nur das Mallaig nicht so einen imposanten Leuchtturm hat.
Zunächst fragen wir den Leuchtturmwärter, dann am Schifferquartier nach. Esme, eine Händlerin, kann uns dann den entscheidenden Hinweis geben. Sie sagt, ‚Das Schmuckstück der Ziege ist hier nicht erwünscht. Es ermöglicht das Wesen zu rufen. Hinfort damit.‘ Schleunigst verlassen wir diesen Ort.
~ Yuggoth ~ Auf Flucht und Spur der Fungi
Doch hier gestrandet erwartet uns noch eine größere Aufgabe. Erst jetzt fällt mir auf das unsere Waffen sich zu mittelalterlichen ihrer selbst gewandelt haben. Eine unwirkliche Wüstenlandschaft empfängt uns, in einiger Entfernung ist ein Bauwerk auszumachen. Wir machen uns auf den Weg dorthin. Mir scheint das sich in diese Welt die Fungi zurückgezogen zu haben, oder stammen sie gar von hier?
Dr Dr Link sitzt auf einem Stein am Wegesrand und scheint sehr glücklich zu sein. Wir sprechen mit ihm und er ist sich seiner derzeitigen, eher irdischen Gestalt anscheinend nicht bewusst. Dann verschwindet er vor unseren Augen. Sicher eine Illusion von Dr Krebs.
Die nahe gelegene Festung und auch das Erdinnere dieser Lande sind meines Erachtens bereits in den Fängen der Fungi. Wir erkunden zunächst den oberirdischen Teil des Bauwerks. Durch eine Pforte gelangen wir hinein. In diesem Gemäuer riecht es förmlich nach Pilzen, vorsichtig erkunden wir die vielen Räume und Stockwerke, die nicht von Menschenhand geschaffen sind. So geht von den Wänden ein Dämmerlicht aus um die Räume gleichmässig zu erhellen, genau so wie es die Pilze brauchen.
Nach vielen durchquerten Räumen, Ld Carnarvon beschreibt es genauer, blicken wir von einer Veranda aus auf ein erschreckendes Szenario: Eine trübe Kugel wird von vier Fungi umgeben, welche diese Kugel förmlich anzubeten scheinen. Sie führen bestimmt ein Ritual durch! In nächster Nähe ist ein Dunkles Junge in einer Art Käfig gefangen und wirkt wie in der Zeit erstarrt, seine Tentakel hoch aufgerichtet. Dann schreitet einer der Fungi auf das Wesen zu und schneidet es mit einem Messer auf; es wird förmlich ausgeweidet, Innereien, Organe und dicke Säfte ergiessen sich in den Raum die durch einen weiteren Fungi in einer Schale aufgefangen werden, ich muss meinen Blick abwenden damit mir nicht schlecht wird.
Die mir bereits vertraute Winkelschrift taucht auch hier zuweilen auf und bedarf zusätzlicher Studien. Einige Buchstaben konnte ich dank des Schlüssels bereits entziffern: Es handelt sich um eine 1 zu 1 Verschlüsselung in Latein, nur durch ’neue Zeichen‘ ersetzt, die Fungi, so scheint es, sind diesbezüglich nicht sehr kreativ. Einige Texte bilden für uns Menschen nur Nonsens ab und würden so nicht veröffentlicht werden.
Im unterirdischen Teil dieser Welt entdecken wir ein Baumportal und nutzen es. Durch dieses gelangen wir in den verwunschenen Wald.
~ Im Wald ~
In diesem Bereich des Waldes leuchten die Pilze im untergehenden Sonnenlicht. Mir wird augenblicklich klar das wir hier im Traumland physisch gestrandet sind. Ich fühle mich ein bisschen an Alice und ihre Reisen erinnert. Indy bellt aufgeregt und kann es kaum erwarten den vor uns liegenden Weg zu erkunden.
Wir folgen dem Pfad aus dem Wald, kehren an der Lichtung ein, öffnen die Truhe und vergleichen unsere Traumland-Karte mit jener, die eines gewisser Howard Carter erworben hat.
| Karte #1 | Karte #2 |
Wir laben uns an der Truhe rüsten uns aus und meine Taschenuhr, Sanduhr, sie geht noch, zeigt Mittag als wir schliesslich in Ulthar einkehren. Indy ist wegen der Katzen sehr aufgeregt und mich überkommt eine angenehme Nachtruhe als wir in dem vertrauten Gasthaus zwei Zimmer mieten.
Wenn ich richtig informiert bin könnten wir laut Mondkalender am 18.12.20 durch das Portalhaus auf die Erde zurückkehren.
Anm: Unseren Doktor konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht stellen und er ist uns natürlich wieder einen Schritt voraus und uns entkommen. Er hat Angst…
~ Der Besuch ~ Die Pergamente
In der Bibliothek zu Ulthar können wir nach einer Absprache weitere Schriftstücke über Temphill einsehen.
~ Die Rückkehr der Gefährten ~ Die Wäsche
Gemeinsam sitzen wir wieder unter dem Katzenbaum als Cpt Wigbold und seine Begleiter rechtzeitig vom Berg zurückkehren. Alle vier müffeln stark und wir empfehlen zunächst eine gründliche Wäsche im Badehaus von Ulthar.
~ Der letzte Tag ~ Ein Halbmond
Auf dem Markt kaufe ich Bio-Bergtee. Auch einige Neunaugen können wir erhandeln. Einige der Neunaugen schneiden wir in feine Scheiben und opfern sie den Katzen. Ich platziere sogar einige der Opfergaben auf den Dächern und werde zuweilen dafür schräg angesehen. Die anderen lassen wir uns von dem Koch des Wirtshauses für einen zünftigen Eintopf zubereiten.
Nun ist es wohl an der Zeit das Traumland zu verlassen, der Lord brummt innerlich und schimpft schon auf uns – diese, unsere unfähige Truppe.
Als die Konstellation richtig steht, meine Sanduhr zeigt halb sechs, suchen wir das Haus in der Seitengasse auf. Als wir es betreten ist das markante Stöhnen von Joe zu hören. Zum Glück kann ich es ignorieren und durchschreite den Schrank in die Realität.
~ Die Iden im März ~
In dieser Nacht gelingt mir der Wechsel. Nackt wie immer stehe ich auf der Lichtung. (…)
~ Die Recherche ~
Lord Carnarvon trifft verspätet auf der Lichtung ein. Auf dem Grundstück von Mr Okumura nahe Ulthar treffen wir diesen tatsächlich an. Und Mr Okumura lebt! Aber sein Körper ist noch immer gefangen in der Bibliothek zu Babel. Ob ich da auch mal hinreisen möchte, Henry Du als Bücherwurm? Nach den unheilvollen Beschreibungen eher nicht. Nun heisst es aber für mich zunächst die Bibliothek zu Ulthar aufzusuchen um vertraute Kontakte zu nutzen. In den Archiven entdecke ich einen Hinweis auf Gladamon. Seltsam. (…)
~ Erneut in der Stadt an der See ~
Anm: Meine Erfahrung an diesen Traum ist sehr lückenhaft, daher in Kürze:
Vermutlich durch die Wirkung der Traummünze ist mein Sichtfeld gleichzeitig erweitert aber auch fokussiert.
Mit meinem magischen Hab und Gut stehe ich auf der Lichtung der Traumlandwelt. Hier kramen wir in der Kiste, rüsten uns.
In der Bibliothek zu Ulthar erfahren wir, das die Reise nach Celephais nur an zwei Tagen im Jahr oder per Schiff möglich ist. Nichts liegt da näher als eine Schiffspassage in Canas zu buchen.
Anschliessend werde ich an die Hand genommen um den Vorgang des ‘Transfer’ schneller vollziehen zu können. Für mich eine gänzlich neue Erfahrung, zu reisen.
Angekommen in Canas bietet sich erneut ihre Pracht. Cpt Wigbold hatte mich einst hierher geführt. Wir suchen den Laden von Esme auf, in dessen Schaufenster der sprechende Leguan sitzt.

Es ist nicht ganz klar, ob es sich bei ihm um den Älteren oder Jüngeren (Leguan) handelt. Aber wir verhandeln. Da ich der hiesigen Sprache nach wie vor wenig mächtig bin, verstehe ich leidige Wortfetzen, aber dann, Stück für Stück, wird die Sprache für mich verständlicher.
Nahe der Kaianlagen kehren wir im ‘Inn’ ein und buchen zwei Zimmer. Im Biergarten plauschen Mr Okumura und bis tief in die Nacht, da wir beide nicht schlafen können.
Traumlos erwache ich am nächsten Morgen. Da ich den Traumlanden keine Taschenuhr besitze schätze ich das es acht Uhr ist. Nach der Erfrischung geht es darum unsere Ziele anzusteuern.













