Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Greys in the cellar!

Octobre 28 1920 Thursday 9am Halton House

Mare will shoppen und für sich ein Fernrohr besorgen.

Ich gebe ihr den Auftrag, mir gleich eines mit zu besorgen und statte sie mit einem Pfund, sowie Droschkengeld aus…

Meine Frau ist bereits wieder im Hospital und ich erwarte gegen Noon meine Crew auf Halton House.

Zur Mittagszeit ist allerdings noch niemand da…

Well, Mare hatte angekündigt, ausgiebig shoppen zu wollen…

1pm Mare hat mir neben dem Fernrohr auch noch eine neuartiges Taschenmesser mitgebracht: Mit Säge, Schraubendreher, Perforator und Korkenzieher. Ein wahrhaftiges Multitalent, das ich sofort meiner Expeditionsaurüstung einverleibe.

2pm Endlich treffen auch Ragnar & Henry ein. Unverzüglich bereiten wir unseren Einsatz vor. Ich fühle mich mit einer Taschenlampe, einem 45er Automatic Colt und meinem neuen Taschenmesser gut ausgestattet.

Nach einem kleinen Imbiss zur Stärkung brechen wir zum Bryanston Square auf…

4pm Wir öffnen die vernagelte Tür. Jim Tanner ist auch wieder mit dabei…

Das Kratzen und Scharren ist wieder zu hören und Indie wird sichtlich nervös. Sein Herrchen und Ragnar bleiben lieber am Treppenabsatz und sichern den Fluchtweg und den Zugang zu dem verschütteten Gang, aus dem die schnarrenden Geräusche kommen.

Mare & Me untersuchen die verwinkelten Kellerräume, die Waffen im Anschlag. Hinter uns folgt Jim Tanner, der uns sichern soll. Er ist sichtlich erfreut, mit einer Waffe hier unten umherzuschleichen zu dürfen…

Wir entdecken zwei leere Kohlenkeller, eine Lagerraum mit verstreuten Holzspänen darin…Am Ende des ersten Ganges finden wir eine Tür, die in weiteren Raum mit Öffnung führt. Wir kehren zurück zum Treppenraum, um den anderen Abzweig zu untersuchen, der zu dem Raum führen sollte, den wir als letztes entdeckten….Es klappt…Dieser Abschnitt des Kellers ist untersucht und clear!

Mare entdeckt eine kleine Notiz:

Ein alchimistisches Alphabet – otra alphabet – was ich gleich Henry übergebe, der es unverzüglich checkt

Ein letzter Raum bleibt noch. Mare entdeckt einen verputzten, zugemauerten Durchgang. Dieser führt in Richtung der Geräusche…

Wir brechen die Untersuchung an dieser Stelle ab und schnappen nach frischer Luft auf dem Bryanston Square, wo wir die Lage besprechen.

Bryanston Square

Mare zeichnet aus dem Gedächtnis den Lageplan des Kellers:

Mares Map

Wir könnten den Keller zumauern und die Aktivitäten im Untergeschoss einfach vergessen. Doch es behagt mir ganz und gar nicht das Unbekannte dort unten zu lassen, direkt unter dem Hospital meiner Frau. Es ist eine Frage der Ehre, es final anzugehen und dem Treiben ein Ende zu setzen…

5pm Im zweiten Stock des Hauses nehmen wir unseren Tee mit Lady Almina und einigen Patienten. Sie will die Kellerräume auch für den Hospitalbetrieb nutzen. Abends möchte meine Frau wieder nach Highclere Castle zurückkehren. Es ist mir nur recht, sie weit weg zu wissen…

Unser Plan steht: Aus dem zugemauerten Durchgang werden wir einen Ziegel entfernen, eine Photographie durch das Loch aufnehmen und dann weiter entscheiden…

Kaum ist meine Frau von mir verabschiedet worden, gehen wir wieder in den Keller. Diesmal geht Ragnar voran. Er tastet sich im Halbdunklen suchend an der Wand entlang. Plötzlich öffnet sich der Tordurchgang…

Ragnar muss unabsichtlich einen geheimen Öffnungsmechanismus betätigt haben…

Die halbe Wand schiebt sich zur Seite. Ragnar schreit durchdringend und rennt panisch raus aus dem Keller. Intensiver Verwesungsgeruch schockt unsere Nasen. Auch wir rennen einfach nur raus und vernageln wieder die Tür…

Der Captain berichtet bleich von hautlosen Humanoiden, von der Decke hängend, aus ihnen führen Schläuche in den angrenzenden Raum, dort hinein, von wo die scharrenden Geräusche zu hören sind. Er beginnt wieder stark zu zittern und muss zur Beruhigung ein Blubberbad in Halton House nehmen…

7pm Halton House  Mare, Henry und ich wollen noch mal in den Keller, um die Geheimtür wieder zu schließen. London ist stark neblig, als wir wieder zum Hospital fahren…

Wir lassen uns Nasenmenthol von der nurse on duty geben, um den üblen Geruch ertragen zu können. Indie wird wieder unruhig, als wir die vernagelte Tür erneut öffnen. Der Knauf ist ungewöhnlich kalt…

Es scharrt wieder deutlich. Ich schleiche im Dunklen um die Ecke und suche tastend nach dem Ziegel, der die Wand öffnete. Ich drücke ihn erneut, als ein Blitzschlag zuckt, der den Raum kurz erhellt. Die Wand schließt sich wieder. Mare zieht mich am Kragen zurück aus dem Raum…

Wir fliehen in Richtung Ausgang. Aber vor uns in dem schmalen Gang sieht Mare eine Gestalt: nur kindsgroß, mit etwas in der Hand, das die Blitze verschießt. Hinter mir höre ich, wie die Geheimwand sich wieder leise gleitend öffnet…

Mare erwischt eine Ladung am Arm, der darauf wie gelähmt schlaff von der Schulter hängt. Wir rutschen schweigend mit dem Rücken an der Wand entlang Richtung Ausgang…

Mare voran, ich direkt hinter ihr, den offenen Durchgang zum Kellerraum mit der Geheimwand darin im Auge behaltend…

Am Treppenabsatz angekommen – Henry schreit: “Run, Lord!” und schießt eine Salve aus seinem Schrotgewehr direkt durch eine der Gestalten, die in den nächsten Kellerraum geschleudert wird…

Hinter mir bruzzelt ein weiterer Einschlag…

Ich renne die Treppe hinauf, sichere den Ausgang und warte auf meine Mitkämpfer. Henry humpelt am Bein getroffen die Treppe hinauf, Mare ächzt hinterher. Leicht panisch, aber noch konzentriert, vernagele ich die Tür erneut…

Was waren das für Gestalten? Komplett gräulich, gesichtslos, ohne Ohren, nur ein kleiner schmaler Mund, mit dünnen Armen und Beinen, nackt, grau…

Henry erinnert sich von diesen Creaturen in Sigruns Tagebuchaufzeichnungen aus dem Gral-Abenteuer in Wildenberg gelesen zu haben…

Ich fahre die beiden zurück nach Halton House…
Und habe mal wieder ein ganz und gar ungutes Gefühl bei der Sache…