Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Glastonbury Festival

July 31 1920 Saturday

11am   Mary-Ann & Me fahren die Harleys, von denen die Beiwagen abgeschraubt sind; Carla, Ragnar, Sanjuro und Henry nehmen den Silverghost, in dem Ragnars Expeditionsausrüstung aus Bristol inzwischen verstaut wurde.

Schon kurz vor Glastonbury sind die Strassen verstopft, es läuft ein Musikfestival der besonderen Art: Überall ist diese neumodische Musik, Jazz, zu hören. Frauen sind als Hexen verkleidet, Männer in langen weißen Bärten und Mänteln laufen umher: Ein utopisches Treffen mit arthurianischen Verbindungen…

 

 

Die Prozession wird von den Black and Tans begleitet und beschützt, einer erst frisch gegründeten, paramilitärisch unabhängig agierenden Truppe zur Bekämpfung dieser unseligen irischen Tendenz zur Unabhängigkeit. Warum sind sie hier? Werden Anschläge erwartet?

Wir kämpfen uns durch die Menge in Richtung des historischen Geländes der Glastonbury Abtei, auf dem auch King Arthurs Grab liegen soll:

 

Glastonbury Abbey

Glastonbury Abbey ist heute die Kulisse für ein Theaterstück:

 

A Glastonbury Festival Play

Pendler, Wünschelrutengänger und Petagrammzeichner sind auch vor Ort…

Auf dem Weg zu King Arthurs Grab kommen wir an einem Stein vorbei, in dem ein Schwert steckt. Ich kann nicht daran vorbei, ohne an dem Schwert gezogen zu haben. Glücklicherweise bewegt es sich keinen Millimeter…

In einer Kapelle nahe des Grabes kommt Henry mit einem Otto Hahn ins Gespräch über den Heiligen Gral. Eine Abbildung innerhalb dieser Kapelle zeigt auf einen nicht weit entfernten terassierten Hügel, auf dem das Stadttor steht…

Ein verblasster Goldschatten auf dem Relief lässt mich ahnen, dass der Gral aus außerirdischem Gold besteht, aus dem gleichen Material wie die Goldscheiben, die uns zu den Portalkugeln geführt haben…

Wir wollen weiter zu Abbott`s Kitchen, dem einzigen Gebäude, das mit modernen Einbauten fertig rekonstruiert wurde. Die Wege sind überfüllt und uns bleibt nichts weiter übrig, als uns tanzend mit der Masse voran zu bewegen….

Dort angekommen, erspäht Ragnar als Erster den Turm auf dem Hügel: „Twr avallach“  – Das Tor zu Avalon:

 

St. Michael’s Tower

 

Ich spüre, wie mich eine positive Kraftpräsenz erfasst, die von diesem Tor ausgeht…

Ohne weitere Umwege möchte ich dorthin!

 

6pm  Wir erreichen die Spitze des terassierten Hügels. Das Tor, ein ehemaliger Wachturm ist innen völlig zerfallen und nur die Außenmauern stehen noch. Die inneren Aufbauten müssen aus Holz gewesen sein. Wir schauen uns gründlich um, können aber nichts entdecken, außer ein paar Black and Tans, die uns vom Fuße des Hügels aus beobachten…

Wir wollen lieber unbeobachtet bleiben und steigen den Hügel herab, so dass wir von der Miliz nicht gesehen werden können, während Henry und Sanjuro deutlich sichtbar am Tor bleiben und die neugierigen Touristen vorspielen, bis die Soldaten das Interesse verlieren und weiterziehen.

Sofort stoßen Henry und Sanjuro wieder zu uns und wir gehen zu dem Brunnen, der nicht weit entfernt vom Hügel liegt…

Ich spüre, wie es mich regelrecht dort hinzieht…