Fiery Annihilation
March 21 1921 Monday Halton House 9am
Beim Breakfast macht Mycroft einen verstörten Eindruck. Er hat sich vor dem Schlafengehen einen Pilzbooster von Mary-Ann zubereiten lassen, um ins Traumland zu gelangen. Leider hat sie wohl bei der Zubereitung eine Zutat verwechselt und ihn anstatt ins Traumland, auf einen Trip geschickt.
Mycroft geht nach some Gin sogleich wieder ins Bett…
Ich lasse die Rückkehr ins Hant vorbereiten…
Dr. Nidelven ist zurzeit nicht in der Lage, eigene Therapien an uns durchzuführen und hat eine internationale Koryphäe zu ihrer Vertretung gewinnen können!
11am Caravaning to Highclere Castle
12.30pm Arrival at Highclere Castle
Neben einem Lunch wartet Post auf uns:
Carla hat eine Einladung zu einer Ausstellung über neueste etruskische Fundstücke aus der Toskana von ihrem Großonkel erhalten. Henry liest den Brief von Cecil Jones, der ihm Hintergrundinformationen über die Stele von Lemnos zugesandt hat. Sie soll sich in einer Kirche in Athen befinden. Mare hat ein großes Paket von Howard Carter aus Ägypten bekommen. Der Prinz von Kairo lässt ihr über ihn Kräuter und Zutaten, sowie eine Räucherschale zur Herstellung und Verbrennung von Räucherwerk zukommen, inklusive einem Tarot-Spiel und ihren Stammbaum mütterlicherseits…
Auch meine Frau hat ein Überraschungspaket erreicht: Coco Chanel hat Lady Almina eine 1l Flasche ihres neuen Parfums No. 5 als Promotion geschenkt.
Dr. Nidelven erhält ein Cable von Gunther Gaultier de Saint-Blancard. Unser neuer Therapeut, ein deutscher Hugenotte aus Berlin, wird am Mittwoch auf Highclere Castle eintreffen.
Mare, Mary-Ann & Mycroft reiten aus, Carla schont sich, Henry liest in meiner Bibliothek mehr über die Etrusker und Sanjuro sucht Ruhe auf Curdridge Hill…
Ich schnappe mir Blakelys Gemälde und mache mich auf den Weg nach Beacon Hill, um sie dort zu verbrennen. Unterwegs wird mir klar, dass ich diese Aktion nicht unvorbereitet durchführen sollte. Um das Feuer müsste ich Henrys Ritualband legen, um eventuelle Kreaturen, die bei der Übergabe der Gemälde ins Feuer frei werden könnten, im Zaum zu halten um mich gleich darauf von den Spuren meiner Tätigkeit auf der Astralebene zu reinigen. Ich breche mein Vorhaben ab, kehre um und spreche bei Henry vor:
Doch er verweigert mir sein Bannseil…
Er möchte nicht, dass ich diese „Kunst“ verbrenne. Alle raten sie mir ab.!.??..??
Sie haben kein Verständnis für die Vernichtung der Bilder. Es reiche doch, wenn man die Bilder sicher wegschließt und für später aufbewahrt…
Doch das ist der pure Wahnsinn: In ungeschickten Händen können diese Bilder den Weltuntergang auslösen. Sie für die Nachwelt bewahren zu wollen, ist verrückt. Auf diese „Kunst“ muss die Welt verzichten!
Mich packt der Zorn ob ihrer kurzen Sicht auf die Dinge und ihrer Verantwortungslosigkeit, trotz ihrer bisherigen Erfahrungen, ihrem erweiterten Wissen! Und halte eine flammende Rede, appelliere eindringlich an ihren Verstand. Doch es hilft nichts! Ich muss akzeptieren, dass sie die Gefahr einfach (noch?) nicht erkennen können…
Meine Idee, die Bilder in die gesicherte Schwefelspalte im Keller zu entsorgen, löst eher Angst aus. Carla kann mich davon erzeugen, dass ich die Bilder nicht der Unterwelt zum Geschenk machen sollte…
Wie werde ich Blakeleys Erbe nun wieder sicher los, ohne unnötige Gefahr heraufzubeschwören? Ich könnte die Leinwand zerschneiden oder die Bilder in Beton gießen und im Meer versenken? Oder besser beides?
Der Schotte gibt alles, um mich mit lauwarmen Argumenten zu manipulieren. Ich sei doch Sammler genau dieser „Kunst“… Oh, Henry…
Leider trifft sein letzter Versuch: Er appelliert an meinen sense of honour: Ein Bild in meiner Collection ist nicht in meinem Besitz. Der „Sterile See“, den wir aus dem Londoner Atelier des Malers mitgenommen hatten…
Es gehört sich nicht, das Gemälde ohne Blakelys Wissen zu vernichten. Ich muss ihn vorher zumindest darüber in Kenntnis setzen. Dennoch bin ich mir sicher, Hilfe von ihm zu erhalten. Nach seiner lebenseinschneidenden Horrorerfahrung hoffe ich, mein Plan der Vernichtung seines Werkes stößt auf seine Zustimmung und Unterstützung…
Ich werde – so schnell es geht – bei ihm vorsprechen. Lady Almina bringt jedoch in Erfahrung, dass mit seiner – auch mentalen – Genesung nicht vor einer Woche zu rechnen sei…
Es gefällt mir überhaupt nicht, in dieser Gelegenheit warten zu müssen.
Die Bilder brennen mir unter der Haut…
Schlechter Laune gehe ich zu Bett!!









