Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Familiengeheimnisse

Kurz nach dem Frühstück bringt Björn mir ein Telegramm

von Mycroft, der sich darin für den späten Nachmittag per

Flugzeug im Hafen von Trondhjem ankündigt.

Ich bitte ihn mir heute wieder zu Verfügung zu stehen und

mich Nachmittags zum Hafen zu bringen. Biete ihm ein

zweites Frühstück an, welches er jedoch bis auf einen Kaffee

mit Schuß ablehnt.

Ich ziehe mich auf mein Zimmer zurück, um mich noch

einmal genauer mit Magnus Tagebuch, dem Testament und

Großvaters Brief zu beschäftigen.

Ich suche aus dem Feuerholz ein passendes Scheit, spälte mir

drei „Brettchen“, glätte sie und beginne, die beiden Zeichen

des Briefs zu kopieren, was mir ganz leicht von der Hand geht,

dann schnitze ich das Zeichen aus Magnus Tagebuch. Die

„Schnitzereien“ auf der Almina waren eine sehr gute Übung.

Ich werde um ein Gespräch mit Großmutter nicht herum-

kommen, vielleicht wissen ja sogar Mutter oder Mathilde,

was nur in der Linie weitergegeben wird. Gab es da nicht auch

diese Geschichte über Urgroßmutter Yliane Runa Nidelven?

Am Nachmittag lasse ich mich zum Hafen bringen, ich warte

die Ankunft an Bord der Nidelva ab. Dann ist es soweit, zwei

Flugzeuge im Landeanflug. Mycroft wassert, gefolgt von der

Maschiene des Lords, welche einen Schwimmer an der Kai-

mauer verliert und beginnt halbwegs zu sinken. Mare gelingt

es dennoch trockenen Fusses in Norwegen anzulanden.

Mit Hilfe eines Löschkrans kann die Maschine dann ins

Trockendock 11 der T.M.V. verbracht werden. Mycrofts Aus-

rüstung bringen wir auf die Nidelva. Ich bitte sie an Bord,

einen Rundgang zu machen, während ich in der Hafen-

meisterei alle Formalitäten abwickele, so auch die notwen-

digen Reparaturen und Wartungen zu beauftragen. Kehre

dann zurück und bringe ich sie in einer kompakten Lagebe-

sprechung unter Deck, auf den neuesten Stand. Dann lasse

ich Björn alle ins Nowgorod bringen.

Später erscheinen dann alle in Ugla zum Essen im Hause

meiner Großeltern zum Entenbraten. Der Lord ist irgendwie

neben sich und „taut“ erst auf als er von Ylvie Polarkaka ser-

viert bekommt. Für Ylvie und Isa übersetze ich das Meiste,

meine aber zu bemerken, das Isa einiges auch so versteht.

Spät bringen Mycroft und ich die Gäste ins Hotel und ent-

schliesse mich zu einem nächtlichem „Besuch“ im Büro der

Thule-Gesellschaft. Mycrots erster Versuch über den Hinterhof,

ist leider ebenfalls ohne Erfolg. Wir ziehen uns zurück und

kehren mit dem Gespann zurück. Ich halte direkt vor der

Eingangstür der Gesellschaft und warte draussen, Schmiere

stehend und mich am Gespann zu schaffen machend auf

Mycrofts Rückkehr.

Nachdem ich den beiden Gespannpferden die Hufe poliert,

das Zaumzeug gerichtet, die beiden Carbitscheinwerfer zerlegt,

die Brenner gereinigt, die Spiegel gewienert und sie erneut

strahlend ihren Dienst versehen, kommt Mycroft zurück.

Auf dem Weg nach Ugla, berichtet er mir von seinen Neu-

igkeiten. Für den Tresor werden wir noch einmal zurück-

müssen. Der Himmel ist durchzogen von Aurorae Borealis

Leuchterscheinungen.