Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Cables or something's in the Air

Octobre 31 1920 Sunday 9am Halton House

Beim Breakfast treffen zwei Telegramme für mich und Ragnar ein. Meines stammt von Carla:

„+Mein lieber Lord, mir geht es gut+Ich bin weiterhin auf der Spur von Herrn H+Singende Grüße, Carla+“

Ragnars Telegramm kommt aus Rom, von seinen Matrosen:

„+Herr Hanussen hat nach dem Verlassen der HMS Victory im Continental in Portsmouth Quartier bezogen+Er mietete dort zwei Zimmer+Am 25.10. nahm er eine Passage nach Frankreich+Am 26.10. hatte er eine Aufführung in einem Pariser Varieté-Theater+Am 27.10 reiste er per Zug mit Ziel Italien ab+Jetzt ist das Geld fast alle und wir müssen nach Hause kommen+“

Ich lasse sofort 10£ anweisen und verlängere den Beschattungsauftrag…

Henry hat ein Buch von einem gewissen H. P. Lovecraft in Alfreds Bibliothek gefunden, “Der Flüsterer im Dunklen”. In diesem düsteren Buch soll das Flugwesen beschrieben sein, das aus dem Kellerfenster des Hospitals flüchtete. Er will mit dem Autor Contact aufnehmen…

Mare & Me versuchen unser Glück erneut in Alfreds Library und finden etwas Background zu Hermes Trismegistos: Eine griechische Gottheit, Hermes, die später mit dem ägyptischen Gott Thot verschmolzen ist, und die Hermetischen Schriften verfasst haben soll:

 

1pm Mein Hausbutler meldet mir Besuch: Mary-Ann ist überraschend eingetroffen. Sie erzählt uns von der Chaulmoogra-Pflanze, aus deren Samen sich ein Öl extrahieren lässt, um ihre Lepra endlich loszuwerden. Sie nimmt jetzt regelmäßig Pillen, die den Verlauf der Erkrankung stoppen sollen. Emil Ferdinand forscht weiter an ihren Proben in der Apotheke in Exeter. Er bestand auf einen pay rise…

Ragnar übergibt ihr die Probe des Leichensaftes des Aliens aus dem Keller in Bryanston Square, ein quecksilbriges Liquid…

5pm Bryanston Square

Ich statte dem Hospital zum Five-O’Clock-Tea einen Repräsentationsbesuch mit Lady Evelyn, Mare und Henry ab. Die neue Kellertür sollte bereits gestern fertiggestellt worden sein. Ich beauftrage Mare, dies unbemerkt zu überprüfen. Unauffällig schleicht sie sich davon und nickt mir bei ihrer Rückkehr grinsend dezent zu. Der Zugang zum Untergeschoss ist mehr als ausreichend gesichert!

Über uns hören wir Musik von der Patientenetage. Dort läuft die uns bekannte Therapy: Tanz dein Trauma!

 

Es gefällt mir nicht, wie sie ihre Extremitäten bewegen…
So als ob sie keine Knochen darin hätten…

 

9pm Halton House

Wir plaudern bei Mixed Pickles und Gin, als Ragnar in Schlafrock und Schrotflinte im Anschlag plötzlich auf uns zustürmt: “My Lord, da ist etwas auf dem Dach! Vor meinem Fenster fiel soeben eine Dachpfanne herunter!“

Ich bin alarmiert! Das Flugwesen?!! “In die Roben!”, lautet mein knapper Befehl. Das Cthulhu Banishment Training zeigt immer noch Wirkung und so finden wir uns keine drei Minuten – gefühlte 30 Sekunden – später bewaffnet und in unseren Crux Ansata Schutzroben vor der Treppe zum Dachboden ein…

Henry hat Indie vorher an der Alienprobe schnüffeln lassen, um festzustellen, ob er eine Spur aufnehmen könnte. Doch der Terrier schaut ihn nur kurz an und legt sich demonstrativ vor den Kamin und lässt sich zu nichts mehr bewegen…

Ich höre Flügelschlagen. Wir betreten langsam den Dachboden. Ich öffne die als erster die Luke. Alles ist still. Ich kann jetzt nichts mehr hören und leuchte den Dachboden aus…Nichts!

Im Dach ist ein Loch, zwei Dachpfannen fehlen, eine hält sich zerbrochen noch in der Verankerung…

Ich muss auf das Dach schauen und öffne die Dachfensterluke. Der Nebel ist zu dicht, um bis zum anderen Ende des Daches zu schauen und etwas erkennen zu können. Ich werfe einen kleinen Stein in Richtung der fehlenden Dachpfannen und des vermuteten Aufenthaltortes des Flugwesens. Es klimpert hell, der Stein fällt klackend auf den Boden. Keine weitere Reaktion. Zum Glück…

Wir schauen umgehend draußen nach. Im Vorgarten liegen die zwei Dachpfannen. Ich höre wieder Geräusche im Nebel:
Ein Rauschen, das in ein Flattern übergeht und mit einem lauten Schlag über mir endet…
Die Laute großer Flügel in Bewegung, zum Landen ansetzend…

“Zurück ins Haus!” ordne ich panisch an…

Ragnar und ich wollen diese Nacht auf jeden Fall Wache halten! Der Captain wird die erste Schicht übernehmen und sie mir um 3am übergeben…

Doch ich bekomme die Augen kaum auf, sehe eine Fluggestalt ohne Gesicht vor mir und wende mich ab..
Ragnar lässt mich weiter schlafen…