Breakfast Appetite
February 07 1921 Monday 7:30am Chateau Mirastel
Ragnar weckt das Haus mit lautem Geschrei. Ich bewache meine Tochter…
Bei Lady Evelin erwacht der Appetit und wir frühstücken gemeinsam in ihrem Zimmer. Sie kann schon wieder aufrecht sitzen. Ich bin glücklich, wie schon lange nicht mehr…
Carla klopft, um nach meiner Tochter zu schauen: “Es geht mir besser!” kann Evelin mit einem schwachen Lächeln antworten. Ihre Leidensgenossin bietet ihr vorsichtig an, sich über ihre Erfahrungen dort oben auszutauschen, was meine Tochter mit einem kaum sichtbaren Nicken zur Kenntnis nimmt.
Mycroft ruft wieder aus Paris an und bestätigt die Ankunft meiner Martinsyde, die ich ihm zur freien Verfügung überlasse. Sie haben die abgestürzte Zeppelinzigarre untersucht und dort kleine spinnenartige Wesen gefunden, die die Gestalt von Menschen angenommen haben. Auch eine Form von Mimikry…
Ragnar berichtet von seinem nächtlichen Besuch im Traumlande: Er besuchte die Drei Weisen im Schaumturm. Als er seine Statuette aus dem Familienbesitz zeigte, sah er die Drei in Farben – Rot – Blau – Gelb – als nur kurz danach der Gelbe verschwand…
Die persönliche Erkenntnis mit den Drei Brüdern gesprochen zu haben; -von denen der Unaussprechliche sich in Luft auflöste- versetzte Ragnar spontan in einen Zustand kreischender Erkenntnis, den auch wir hören konnten…
Desweiteren erinnert er sich an ein Haus, das auch als Portal in unsere Welt fungiert. Generell generieren sich dort immer mehr Häuserhälften, die als Übergänge dienen…
Mit großer Zufriedenheit beobachte ich meine Tochter. Ihre Wangen fangen wieder Farbe. Ihre Hautfarbe kehrt wieder zu den Lebenden zurück…
Beim Dinner she reveals another kind of appetite….
Mit der Freude eines Vaters schaue ich auf meine mampfende Tochter..,
Ich atme mal wieder tief durch..
Evelin bestellt sich ein zweites Dessert.
Warum ich gerade jetzt ein stilles Danke an den Unbekannten Edelmann des Chateaus sende, weiß ich auch nicht mehr genau, aber ich tue es, und ich habe das Gefühl, als ob er mir er stets wohlwollend entgegen pendelt…..
Und ich kann Ihm nur danken!
Wir unternehmen einen Verdauungsspaziergang im verschneiten Juragebirge…
Oft schaut meine Tochter in den Himmel…
Manchmal…
Doch nur manchmal..
…folge ich ihrem Blick…
Ich sehe nur noch Entfernungen,
keine Distanzen mehr…
…und bin nur froh, dass sich meine Tochter überhaupt wieder nach draußen traut…
Nur kurz nach unserer Rückkehr treffen auch Mycroft, Sanjuro & Mary-Ann aus Paris ein.
Wir versammeln uns im Dinner Raum, um unsere Pläne für die kommenden Tage zu besprechen. Auch Lady Evelin ist dabei. Sie ist fit genug, die Heimreise anzutreten. Ich werde also meine Tochter endlich nach Hause bringen können. Wir werden den Zug nehmen, eine Flugreise will ich meinem Kind nicht zumuten…
Carla will in ihrem Ferienhaus in Marigny nach dem Rechten sehen und Mycroft die Gelegenheit nutzen, dort nach seinem Dobermanwelpen zu schauen, den er vor 6 Monaten bei Züchter Fremont in Auftrag gegeben hatte. Sanjuro & Mary-Ann werden ihn begleiten.
Ragnar nimmt einen Zug nach Norden. Auch er fährt nach Hause. Es gibt noch ungeklärte Dinge aus dem Nachlass seines Vaters zu regeln…
Mare wird uns begleiten und meiner Tochter Gesellschaft leisten. Die beiden haben eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut, seit Evelin Mare nach ihrem Outing als weibliches Wesen in London ladylike einkleidete. Ich bin ihr dankbar für die Ablenkung und die Möglichkeit, das Geschehene mit einer Leidensgenossin verarbeiten zu können…
Morgen vormittag dann wollen wir gemeinsam das Chateau Mirastel verlassen.
Ich informiere Madame Aquedouvre über unsere Entscheidung.
Und begebe mich früh in mein Schlafzimmer…









