The Lord is arriving at Highclere Castle!
Heute wache ich von einem unglaublichen Geklapper und Getöse auf. Ich stehe verkatert auf und frage im Flur einen der Diener, was denn los ist. Die aufgeregte Antwort
„The Lord is arriving!!“
What a sensation! Ich habe ja mit my old Compagnion bereits gerechnet, aber nicht so schnell. Schliesslich hat er ja „nur“ die Almina, die ja kürzlich Probleme mit dem Rumpf hatte, daher hatte ich nicht so schnell mit seiner Ankunft gerechnet. Er ist immer für eine Überraschung gut! Ich werde auch von der Sanatoriumsleitung gefragt, wie man am besten seinen Empfang vorbereitet, ich antworte: „Mit allen Ehren!“
Den Rest des vormittags verbringe ich mit Ratschlägen und spendiere gleich eine Kiste meines besten Gins, den Affengin. Am Mittag glänzt und strahlt das Castle und ist bereit für den Lord. Alle putzen sich heraus, Kleider werden genäht, Löcher gestopft, Frisuren korrigiert, Bärte gestutzt, Kinder sediert und eine bombastisches britisches Dinner wird aufgefahren. Alles natürlich in einem höflichen und britisch ruhigen Stil. Bei einem Kontrollgang rum ums Castle schiesse ich ein Photo, da ich mit dem Ergebnis des Putzmarathons sehr zufrieden bin. Der Lord hat schon eine nettes Zuhause, das er zudem in diesen schweren Zeiten Kriegsveteranen als Genesungsort zur Verfügung stellt. What a great Soul!
Lady Almina höchstpersönlich bittet mich, auch beim Empfang anwesend zu sein, was ich mit sofort zusage. In den letzten Monaten haben wir uns besser kennengelernt und ich konnte viele Ihrer Ängste um ihren Ehegatten nehmen sowie die Wichtigkeit seiner Reisen unterstreichen. Eine tolle Lady, England kann stolz sein auf diese tolle Frau, die mehr wie eine Krankenschwester uns erscheint. Nun aber packt sie auch die Vorfreude und zieht sich standesgemäß äussert elegant an.
Dann ist es soweit, eine kleine Autokolonne erreicht das Anwesen und der Lord steigt mit den Expeditionsmitgliedern aus. Ich unterdrücke einen Freudenschrei und warte in stiller britischer Manier die Begrüssung. Dann folgt eine herzliche Umarmung mit allen Anwesenden und die mir werden die neuen Mitglieder der Gruppe vorgestellt. Kazeem ist mir gleich sympathisch, Mare scheint recht pfiffig zusein, zudem tarnt Sie sich als Mann, um gesellschaftlichen Benachteiligungen ihres Landes aus dem Weg zu gehen. Capitain Wigbold ist auch dabei, er trifft etwas später ein, da er sich um das Löschen der Waren kümmern musste. Eine gewisse Carla di Fiona, eine Opernsängerin, wie der Lord mir mitteilt, scheint auch von der Partie zu sein, liegt aber wegen einer ansteckenden Infektion flach, sie wird sofort in ein dafür hergerichtetes Zimmer untergebracht. Herzlich begrüsst mich die junge Apothekerin, Mary-Ann von Humboldt, sie plappert gleich aufgeregt los „so froh Euch wiederzusehen, es waren ja so aufregende Zeiten, wo kann ich mein Labor einrichten? Fritzi lass die Gläser los!“ Aha, gleich weiterforschen aus dringenden Gründen und sie müsse gleich wieder Medizin austeilen. Dann dieser Affe, der sich gleich über meinen Gin hermacht, herrlich, endlich wieder normale Menschen.
Es folgt eine Besichtigung des Anwesens und ich erkläre den Lord die Vor- und Nachteile von Nitroglycerin beim Anblick der Reste des Gartenhauses. Ich habe tags zuvor eine Luftaufnahme des Castle gemacht, um den Lord einen Überblick über die Lage von Highclere Castle zu machen. Danach ziehen sich Lady Almina und die Familie zu Gesprächen zurück. Vorher werde ich noch instruiert, einen Ausbildungsplan für den Lord zu erstellen, den er äusserte den Wunsch, auch das Fliegen zu erlernen. Mit Eifer hole ich die Schulungsunterlagen aus meinem Hangar und Photos von dem neuen Prototypen Martinsyde.
Anschliessend trifft man sich wieder im Salon und bis in die späten Abendstunden wird über Vergangenes und Zukünftiges geplauscht, es wird viel gelacht und gestaunt, getrunken und gegessen. Dann haben wir wohl noch getanzt, ich hatte eine kleine Kapelle Quartett kommen lassen. Wie ich ins Bett gekommen bin, weiss ich nicht mehr…












