Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Es ist überstanden

2.August 1918

 

Benommen wache ich auf, nach einem kurzen Rundblick stelle ich fest, ich bin in einem Krankenhaus und so langsam fallen mir wieder die Ereignisse der letzten Tage ein, nachmittags werde ich abgeholt und in Howards Castle gebracht.

Zeit für mein Tagebuch
Nach meinem letzten heftigen Krankheitsschub der Lepra und meiner Befreiung an die ich mich nur schemenhaft erinnern kann, befinde ich mich im Gästehaus der Moschee wo ich auch Carla di Fiona wieder begegne. Ausgerüstet mit dem Rucksack des Kapitäns bin ich mit Carla di Fiona zur Villa der Collins gereist, um uns die letzte bekannte Stelle an denen unsere Abenteuergruppe sich befunden hat in Augenschein zu nehmen. Sämtliches Glas des Wintergartens war geborsten und es befand sich ein riesiger Spiegel leicht versteckt zwischen den Pflanzen.

Die Neugier veranlasste uns selbigsten zu berühren und so wurden wie durch dieses Portal gesogen und befanden uns mitten in der Wüste, in der Ferne ist die Stadt Denderra zu erkennen. Tausende von Arbeitern waren damit beschäftigt eine gewaltige Prozessions Straße zu bauen. Nicht weit unseres Ankunftsortes ragten zwei steinerne Figuren in den Himmel und zu beiden Seiten schloss sich eine größere Mauer an, die von der linken Seite anscheinend auch durch eine Weg zu überschreiten gewesen wäre, doch Wachen verhinderten den Zugang. An einer der Figuren befand sich  im Kopf ein Zugang, und die Möglichkeit an ihr empor zuklettern und so wagten wir den Aufstieg und kamen so auch ungesehen näher an die Tempel Stätte.
Dort oben bot sich einen ein Ausblick auf ein großes Tempelareal. Durch die Figur konnten wir wieder absteigen, ein unterirdischer  Gang durch Katakomben gefüllt mit unheimlichen Phiolen  sind mir noch im Gedächnis. Nach einer weiteren Klettertour am Rande eines Schachts , trafen wir auf unsere Freunde, die sich bereits einen Überblick verschafft hatten.
Ein unheimlicher Ort und die Zeit drängte, mitten in der Tempelanlage in einem der Häuser festsitzend, um uns herum lauter weitere Priestergebäude, die einen großen mittleren Tempel flankieren. Das Haus ist voll mit Kostbarkeiten aus goldenen Schalen  und wertvollen Münzen, es soll die Behausung des verlorenen Bruders des Mr Carter sein. Doch unser Aufgabe ist es die Geburt des Nachtschwarzen Kalbes zu verhindern. Dort in der Mitte ist das obere ende des Schachts, den wir so mühselig um klettert hatten,  sind Menschen an steinernen Säulen fest gekettet als Opfer für das Nachtschwarze Kalb. Das Wissen welch grausames Wesen dort das Licht der Welt erblicken soll, hindert uns daran vor der Aufgabe  Angst zu haben, denn die Angst vor den  Folgen die es für die Menschheit hat ist ein vielfaches größer. Wir bauen uns Fackeln, nehmen alles in die Hand was brennen kann, denn es scheint diese lebenden Toten können sich gegen das Feuer nicht schützen. Anders vernichten? Wie ? Sind sie doch bereits tot.

Und so durchdringen wir den unheimlichen Schutzwall aus violettem Licht, der uns von den abgefeuerten Schüssen der Wachen auf Mauer schützte, denn so wie wir nichts in den Kreis werfen konnten, so können auch die Kugeln der Wachen uns nicht treffen. Mit unseren Fackeln in den Händen erwehren wir uns der aufmerksam gewordenen Priester, die mit ihren Opfermessern auf uns los gehen.
Minuten später werde ich so stark erwischt, dass ich zu Boden gehe, kaum noch bei Bewusstsein bin, und nur der geschickten ersten Hilfe und dank Allah am Leben bleibe. Nur verschwommen kann ich mich noch daran erinnern, dass ich an den Händen gehalten werde, doch die Erschöpfung durch den Blutverlust ist zu groß.

Wir haben es geschafft, denn sonst wäre ich nicht mehr am Leben.