Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

900 Pfund schwerer Sack mit Salz?

Nach dem Aufbruch von unserem provisorischen Wüstencamp, sind wir nach Stunden in Cairo angelangt. Die Stadt durchqueren wir in einem langen Tross von Automobilen, Krädern und Aldebaran. Gegen Mittag halten wir vor dem Anwesen des Prinzen. Ein Bediensteter fragt nach einer Einladung und ich überreiche ihm mein Telegram als Legitimation. Dann begrüsst uns Abbas auch schon herzlich und drinnen wartet auch Omar schon auf uns.Dann werden wir zu Safar geführt. Er sieht müde aus, berichtet uns dann aber von der erfreulichen Freilassung seines Vaters. Wir berichten halbwegs chronologisch von unseren Erlebnissen. Über Taurus informiert, wird der Prinz doch sichtlich nervös und ihm behagt der Gedanke nicht, dieses Neugeborene könne das Werkzeug des Untergangs gewesen sein. Als Dank für seine Unterstützung in Luxor, überreiche ich ihm eines der Ritualgefässe, hübsch mit edlen Steinen verziert. Nachdem der Prinz andeutete, er könne magische Objekte erkennen, überlasse ich ihm den Dolch eines dieser Priester – ist aber so magisch wie meine Tabakspfeife und bekomme ihn zurück. In Europa, so erfahren wir, sei Dank angelandeter amerikanischer Truppen die Spanische Grippe ausgebrochen. Was für ein irreführender Name, war doch die spanische,unzensierte,  unabhängige Presse die erste, welche über die epidemischen Ausmaße berichtete… Denn ihren Ursprung hatte sie wohl vielmehr im Camp Funston, einem Ausbildungslager der US-Army, welches als Teil der Militärbasis Fort Riley, Kansas für Truppenaushebungen benutzt wurde. Mit der Konsequenz von 1.100 schwer erkrankten Rekruten und 38 Todesfälle Anfang März 1918. Diese Yankees kämpfen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Wurden nicht auch so ähnlich schon die amerikanische Urbevölkerung arg dezimiert…

Bald nach dem Tee machen wir uns wieder auf den Weg weiter nach Alexandria, zuvor jedoch zog ich mich noch kurz mit dem Prinzen zurück, mit einer persönlichen Bitte, die zu erfüllen er sich in der Lage sah. Wir haben Cairo verlassen, folgten der Route agricole und noch bevor wir Banha passierten, drängt Howard uns zum spontanen Halten. Was nun geschieht, bin ich zwar bereit zu schützen und gegen Andere zu verteidigen, aber ich werde mich nicht beteiligen und ich dränge auch Jane sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Howard ist irgendwie seltsamer als früher und ich glaube er sollte uns in ein Sanatorium begleiten. Von der verwirbelten Ms M.A.von Humboldt bin ich es ja inzwischen gewohnt besser nicht so genau hinzusehen, respektive besser nicht weiter darüber nachzudenken, dem eigenen Seelenheil zum Wohle.

Nach einer Weile rührt sich der Lord und nun sehe ich zum ersten Mal in die sichtgeschützte Senke, deren Bewachung und Verteidigung nach aussen Jane, dem Lord, Kazeem und mir überlassen blieb. Ich folge dem Lord in die Senke und bin ihm dabei behilflich Ms von Humbold aus der Senke zu geleiten. Ihr Blick sagt, sie sei schon vorausgeeilt und wahrscheinlich ist sie schon in Exeter am Proben untersuchen oder so was. Ihre Person indes, ist so ansprechbar wie Toastbrot. Der Lord scheint vor britischem Humor zu bersten und lässt die hypnotisierte kleine Eule zwischen uns „zwitschern“.

Leider ist Magie halt magisch und die salzigen Überbleibsel von Aldebaran entsprechen nicht einmal einem Bruchteil seiner täglichen Ausscheidungen, schade ich hätte Mary gern einen neunhundert Pfund schweren Sack mit Salz ziehen sehen, aber so passt der Gaul nun in einen Parfüm Flakon.

Weiter –  in Alexandria wartet die Passage für Ms Collins, Taurus und Jane nach England.