Sanatorium on a Steep Slope
7 June 1922 Wednesday Rabenfels
Nach einem Beer Breakfast in der Schwarzen Feder fahren wir noch 10 Minuten hinauf zum Sanatorium, das auf einem Vorsprung an einer aufsteigenden Steilwand liegt und auch mit einer Seilbahn zu erreichen ist:
Eine großläufige Anlage mit Park und Rasenflächen zum Flanieren. Wir werden nach internationalen Hotelstandards aufgenommen und im oberen Stock des Westflügels untergebracht.
Das Sanatorium legt Wert auf luxuriöse Ausstattung und verfügt über verschiedenste Behandlungsräume für Massage, Yoga, Kneippbäder, Schlamm- und Heilbäder, einen Luftraum für Lungenanwendungen, Vortragssäle, Bibliothek, sowie einen Operationssaal für Lobotomie.
Sie haben auch Gin!
An der Panoramaglaswand in 400m Höhe über dem Dorf Rabenfels bei Sonnenschein gesellt sich Carla zu mir. Wir plaudern bei Latte im Rosengarten zum ersten Mal seit langem wieder ungezwungen miteinander…
Ein Herr unterbricht uns, stellt sich nur Carla als Franz Xaver von Miller vor und ignoriert mich völlig. Er ist Ingenieur und entwickelt stromlinienförmige Autos. Zum Essenläuten stehe ich wortlos auf und gehe in den Speisesaal. Carla bittet von Miller an unseren Tisch, wo er sich endlich gesellschaftlich angemesssen vorstellt und ich ihn bitte, sich zu setzen. Der Mittagstisch ist sehr deutsch und reichhaltig. Mir wird für heute eine Therapie angeboten, doch ich buche lieber die Wanderung zum Bergsee, sowie Carla, Henry und Mare auch.
Ich ziehe mich auf mein Zimmer zur Mittagsruhe zurück.
Kurz vor Aufbruch zum Bergsee fällt uns auf, dass wir nicht mitgehen können: Mary-Ann liegt erkältet und erkrankt auf ihrem Zimmer, und die 111 Yards sind schnell erreicht…
Wir gehen daher vorzugsweise lieber gemütlich ins Schwimmbad bei 28°.
6pm Speisesaal Ein Patient flüchtet aus dem Sanatorium ins Auto und wird von zwei weiteren Personen verfolgt, auch im Auto, berichtet von Miller am Abendtisch: Sülze, Blutwurst, Kraut am freien Buffet.
Lord Cavendish checkt ein; wir nicken uns kurz zu.
7pm Vortragssaal Zur Abendunterhaltung besuchen wir den Vortrag von Dr. Pendelar „Die Rolle der Hypnose in der Angsttherapie“. Von Miller stellt sich zum Live-Hypnoseexperiment auf der Bühne bereit. Er wird in kataleptische Starre versetzt, so dass er steif wie ein Brett wird und Dr. Pendelar sich auf ihn raufstellen kann. Er lässt ihn wie ein Huhn gackern und danach eine italienische Arie in Perfektion schmettern. Obwohl sich Franz Xaver von Miller nicht daran erinnern kann, fühlt er sich danach doch sehr gut und angstbefreiter. Im Anschluss gibt es einen Umtrunk im Garten mit Weinschorle und Gin für uns.
Um 10pm wird zur Nachtruhe gerufen und wir müssen alle unsere Zimmer aufsuchen.
Mitten in der Nacht erwache ich im Nachthemd auf einer dunklen, kalten Lichtung im Wald. Auch alle anderen sind anwesend, Carla allerdings ohne Ocular. Wir bewegen uns leicht und fließend und durchdringen uns beim Berühren. Sind wir auf der Astralebene?
Ein animalisch durchdringender Schrei lässt uns erschaudern. Menschliche Gestalten fliehen in eine Schlucht zu einem Talkessel mit einem Hügel in der Mitte. Dort stehen schwarze Gestalten um einen schwarzen Stein,in monotonem Gesang vereint. Eine weitere Gestalt führt einen drei- bis vierjährigen Jungen auf den Altar. Ein Feuer entzündet sich rund um den schwarzen Stein: Das Kind wird zerstückelt, ausgeweidet und von der Gestalt gefressen. Es schmeckt nach Galle in mir. Ich habe Schmerzen hinter dem Auge…
Eine weitere, noch größere schwarze Gestalt tritt hinter dem Altar hervor, zeigt auf Mare, nähert sich ihr, greift sie sich — ihre Köpfe verbinden sich, ziehen sich langsam ineinander verschmelzend zueinander…
Ich erwache schreiend und suche sofort Carlas Zimmer auf, in dem sich bereits Mare befindet. Sie hat Fremdenergie im Kopf, die Carla zwar sehen, aber nicht aus ihr herausbekommen kann.
Wir bemerken nächtliche Aktivitäten draußen: Mit Fackeln, Gewehren, Hunden bricht ein Suchtrupp in den Wald auf. Carla schaut durch das Ocular und sieht in 2 bis 3km Entfernung eine Frau vor einem uralten Baum an einem Lagerfeuer singend. Vier Pfleger entdecken uns auf dem Turm des Sanatoriums und geleiten uns sofort wieder zurück in unsere Zimmer.












