Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Attacked by Nude Monster Penguins

9 January 1922 Monday Day 49/6

In der Nacht verschlinge ich das Buch der Seeleute, bei dem die letzten 3 Kapitel fehlen. Sie waren in dem Umschlag, den Mycroft für Cassilda von Percival Lloyds gestohlen hat. „Ti ke li li“ ist der Ruf von bleichen, schrecklichen Vögeln, so wird berichtet, vor denen die Eingeborenen des Südpols Angst haben. Die Farbe Weiß versetzt sie in Panik…

In der Nähe unserer Schneeglyphen finden wir keine Antwort der Pentapoden..

Mycroft testet den Flammenwerfer. Ich nehme ein gelungenes Photo des Colonel in Action auf!
Das Wetter klart auf und wir fliegen sofort zum 3eckigen Schacht, nordöstlich von unserer Basis gelegen.

Er hat eine Kantenlänge von jeweils 1km,

an der innen eine begehbare Galerie übergehangen ist. Durch Öffnungen schauen wir in ein tiefes Loch. Ein hinunter geworfener Eisbrocken verrät uns seine Tiefe: 800m. „Ti ke li li“ erhalten wir als Antwort von unten…

Wir werden uns nun die Türme an den Ecken des Schachtes anschauen. Der erste Turm ist intakt, mit geschlossener Tür. Der Colonel will sofort sprengen, doch wir können ihn überzeugen zuerst zum kaputten Turm an der anderen Ecke zu fliegen. In der Luft entdecke ich frische Spuren im Schnee, die zu einem Gebäude führen, dessen Grundriss wieder eine Glyphe ist: Ein Kreis in einem Kreis – Sonnensystem?

Sich wiederholende Glyphen ziehen sich an der Innenwand des kaputten Turmes wie eine Banderole entlang…

Wir finden Scherben milchigen Glases. Sind das hier die Überreste eines Leuchtturms? Die Rampe nach unten ist verschüttet, die nach oben eingestürzt. Uns bleibt hier nichts mehr zu finden.

Via air hopping schauen wir uns die Spuren im Schnee an, die zu dem ringförmigen Gebäude führen. Wir können Pentapodenspuren und dreieckige Fußabdrücke von großen Vögeln erkennen. 50 Vögel und 5 Pentapoden haben erst gestern hier ihre Trittmarken hinterlassen!

Wir folgen ihnen durch Öffnungen im äußeren Zylinder zum inneren Zylinder mit offenen 5eckigen Türen, aus denen man es Scharren hört. Der Colonel schaut vorsichtig hinein: Das Gebäude ist voll von nackten, 2m großen Pinguinen, ohne Federn und blind…

Sie scheinen aber ein gutes Gehör zu haben, denn zwei von ihnen kommen aus dem inneren Zylinder heraus und halten watschelnd wackelnd auf uns zu. Wir versuchen uns davon zu schleichen – rennen können wir nicht, dafür ist es zu kalt für unsere Lungen – doch die nackten Monsterpinguine hören uns und sind schneller als wir. Mein Knie knackt und ich kann einem Schnabelhieb gerade noch ausweichen. Diesmal gelingt mir eine langsame, aber geräuschlose Flucht, wie in Zeitlupe…

Carla und Mare hatten weniger Glück; sie wurden von den hässlichen Vögeln entdeckt und nun massiv attackiert. Ich reagiere sofort: Eines meiner Messer schicke ich völlig lautlos auf die tödliche Reise durch die kalte Luft. Kurz leise schmatzend durchdringt es in Brusthöhe das weiche Fleisch des nackten Vogels, verschwindet in seinem Körper und stoppt direkt in seinem Herz.
Bewegungslos, wie gefällt, kippt Carlas Angreifer rückwärts tot in den Schnee…

Ist es warme Romantik oder der kalte Wahnsinn, der mich in diesem Moment zufrieden befeuert?

Mycroft schießt erst sich, dann Mare frei. Sie wurde von einem Schnabelhieb getroffen und verletzt. Die Schüsse locken nur noch mehr nackte Pinguine aus dem Inneren des Gebäudes hervor.

Zeit für den Rückzug aus dem Fleischlager der Pentapoden in unser Basislager zum Five o´Clock GinGrog.

Mare berichtet von einer ihrer Visionen, in der sie ein Übersetzungsbuch `Altarabisch-Pentaglyphisch´ in der Hand haltend liest. Sie beginnt sofort alle Glyphen, die wir entdeckt haben, selbst zu kopieren und so ein zentrales Wörterbuch anzulegen…

Währenddessen reflektieren wir die Erlebnisse des Tages: Warum haben sich die Pentapoden uns nicht gezeigt? Warum haben sie ihre Pinguine nicht zurückgerufen oder verteidigt? Haben sie Angst vor uns? Haben sie uns nichts entgegenzusetzen?
Sie haben wohl schlechte Erfahrungen mit Shakleys Männern hier und unten im Thompson-Lager gemacht…