* Investments
Schon beim üppigen Frühstück diskutieren wir viel über das Erlebte. Doch so richtig griffige Ideen oder gar Beweise haben wir nicht. Beim überfliegen der Dokumente bekomme ich massive Gedankenflashbacks, an die Ulms, Cassilda sowie einer Beschreibung eines Zauberspruchs, die diese wesen zu manifestieren. Das Gefühl von Vertrautheit der Wesen verstört mich. Ich habe in der Tat kurz vor dem Betreten der großen Halle mit den Turmen an diese Wesen gedacht. Kann das Zufall sein? Wenn nicht, habe ich diese Wesen erschaffen? Mir dreht sich alles, ich kann nicht mehr lesen, auch reden will ich nicht. Zu wirr sind die Gedanken.
Ich entschließe mich zum Hundetraining bei Monsieur Fremont. Der Spaziergang tut mir gut, meine Stimmung klart schnell auf. Der Hundetrainer begrüßt uns freudig überrascht & wir absolvieren zusammen mit Tamino & seinen groß gewordenen Geschwister die nächsten zwei Stunden erneut das Grundprogramm. Es läuft heute blendend, sodaß ich mich für weitere Übungen entscheide, die sehr gut laufen. Auf die Hundepfeife reagiert Tamino immer besser, kann sogar die verschiedenen Signale nun eindeutig zuordnen. Ich belohne ihn mit viel Leckerchen & einem ausgiebigen spielerischen Gerangel.
Zurück im Chat Noir besprechen wir weiter die Lage um die Pergamente & ich erkläre mich bereit, diese wichtigen Zeitzeugnisse in England bei der Bibliothek vorbei zu bringen. Der Gedanke an London erinnert mich an eine Idee. Ich kontaktiere meinen Anwalt & Buchhalter, Mr. Pommeroy. Nach einer kurzen Begrüßung teile ich ihm mit, 5.000 Pfund Sterling in die Aktie Moto Guzzi AG zu investieren, weitere 1.500 Pfund kommen aus der Kriegskasse. Dieses Vorhaben formte sich beim Lesen der letzten Zeitung. Eine Stimme in mir sagt, dies wird unsere Truppe ein für allemal die Geldsorgen los zu sein.
Sanjuro & ich machen ein Schwerttraining, diesmal etwas ausführlicher als sonst. Wir trainieren hart mit diversen Waffengattungen sowie waffenlos. Kurz vor dem 5 O’Clock Tea beenden wir schwitzend & zufrieden die Lektionen & wir bedanken uns beieinander. Im Chat Noir herrscht reges Treiben, die Dokumente werden nun vorsichtig & behutsam eingepackt & auf die 4 Kisten verteilt. Es passt alles in meine Martinsyde, alles in allem 76 Pergamente. Ich fliege Ostermontag los, um pünktlich am Dienstag die Ware in London zu übergeben.
Abend versuchen wir alle mit den Münzen, die Carla im Templerturm bei der Manaquelle gefunden hat, zu träumen. Laut einem Erlebnis letzte Nacht von Mare sind die Münzen Traumhilfen. Es gibt eine leichte Seite & eine schwere, die leichte Seite zur Zunge bedeutet träumen, die schwere hingegen aufwachen. Wir alle beschließen, heute nacht zu träumen mit der Münze. Henry hat sie Traummünzen & es sind genug davon da, daß wir alle eine besitzen. Welch eine Erleichterung! Nun können wir viel mehr agieren! Mit guter Stimmung gehen wir alle zu Bett, die Zungen sind mit den Traummünzen bei allen belegt. Na dann gute Nacht!









