Yamata no Orochi – Die achtköpfige Schlange
So stieg Susanō vom Himmel herab und schritt fort zur Quelle des Flusses Hi in der Provinz von Idzumo. Zu dieser Zeit hörte er den Klang eines Jammerns an des Flusses Quelle und er ging, um den Klang zu suchen. Er fand einen alten Mann und eine alte Frau. Zwischen ihren saß ein junges Mädchen, das sie liebkosten und um dessentwillen sie lamentiert.
Susanō fragte: „Wer seid Ihr und worüber klagt Ihr?“
Die Antwort war: „Ich bin eine irdische Gottheit. Mein Name ist Ashi-nadzuchi. Der Name meiner Frau ist Te-nadzuchi. Dieses Mädchen ist unsere Tochter und ihr Name ist Kushinada-hime. Der Grund für unsere Klagen ist, dass wir einmal acht Kinder hatten, acht Töchter. Aber sie wurden Jahr für Jahr von der achtköpfigen Schlange verschlungen und nun ist die Zeit gekommen, da sie sich nähert, um dieses Mädchen zu holen. Es gibt keine Möglichkeit, ihr zu entkommen, darum trauern wir.”
Susanō sagte: „Wenn dem so ist, werdet Ihr mir Eure Tochter geben?“
Er antwortete und sagte: „Ich bin einverstanden mit Eurem Wunsch und will sie euch geben.“
Susano erschlägt Yamata no Orochi
So verwandelte Susanō Kushinada-hime augenblicklich in einen vielzahnigen Kamm, den er in seinen Haarknoten steckte. Dann brachte er Ashi-nadzuchi and Te-nadzuchi dazu, achtfach gebrannten Sake zu brauen und acht Regale zu machen, auf jedes derer ein Fass gefüllt mit Reiswein gesetzt wurde und so wurde die Ankunft der Schlange erwartet.
Als die Zeit gekommen war, erschien diese. Sie hatte acht Köpfe und einen achtfach gegabelten Schwanz, ihre Augen waren rot wie die Winterkirsche und auf ihrem Rücken wuchsen Fören und Zypressen. Als sie dahinkroch, füllte sie den Raum von acht Bergen und acht Tälern. Nun, da sie kam und den Reiswein fand, trank jeder Kopf eines der Fässer leer und sie wurde betrunkenen und schlief ein. Da zog Susanō sein mächtiges Schwert und schnitt die Schlange in kleine Stücke. Als er an den Schwanz kam, schlug er eine Kerbe in das Schwert, darum spaltete der den Schwanz und untersuchte ihn. In seinem Innern war ein Schwert. Dies ist das Schwert, das “ Kusanagi no Tsurugi“ genannt wird. Dieses schenke er zur Versöhnung seiner Schwester Amaterasu.
Mit seiner jungen Braut Kushinada-hime zeugte er viele Götter, der Flüsse, des Getreides, der Bäume und des Donners und vollführte viele gute Taten in der Provinz Izumo.










