* Besetzung des Traumtor
Erneut naßgeschwitzt erwache ich, Tamino fiepst nervös, doch er beruhigt sich schnell, als ich ihn beruhige. Unruhig trippelt er auf der Stelle und signalisiert: „Ich muss Pippi!“
Stöhnend erhebe ich mich, wasche mich schnell & kleide mich an.
„Ich sollte weniger Gin trinken!“ murre ich beim Spaziergang. Der Lord ist auch mit Cook am Trainieren & wir genießen den frühlingshaften Morgen, der die graue Trägheit der Nacht verschwinden läßt.
Beim Frühstück rede ich ausführlich über die letzte Nacht, die Pilze sowie das Wesen, das Mare „Dunkle Junge“ genannt hatte. Es soll mit Bäumen werfen, was ich jedoch nicht beobachten konnte. Der Rest der Gruppe beunruhigt die Nachricht sehr, was ich nicht in Gänze nachvollziehen kann, schließlich sind diese Wesen sehr langsam…
An fremdartigen Anomalien mangelt es nicht, die Unhunde von Tindalos beschäftigen uns, der König in Gelb, die Bibliothek von Babel sowie der Lichtkreis der Kugeln. Doch unsere Beratung ergeben keinen rechte Strategie, sodaß wir überlegen, da heute Halbmond ist, durch das Haus des alten Joes die Pilze in diese Welt zu holen. Der Weg über das HC scheint recht schwierig zu sein, da der Übergang nur wenige Minuten besteht.
Heute fahren wir nicht nach London, sondern bereiten den Übergang zum Traumland vor. Wir beraten uns über die Hunde. Etliches haben wir nun herausgefunden. Doch entschärfen können wir den Konflikt noch nicht. Der Zauber „Astrale Pfade reinigen“ ist noch nicht erlernt geschweige die Ritualbeschreibung gefunden. Der Lichtkreis im Traumland wird täglich größer & zwingt uns zum Handeln.
Sanjuro fährt mit Mare nach Curdridge Hill, um sich neu auszustatten. Ich nutze die Zeit, um weiter zu trainieren. Tamino tut die Bewegung gut & die Befehle werden immer besser umgesetzt. Auch Monsieur Frémont ist sehr zufrieden mit meinen Fortschritten.
Ich probiere, wie auch der Lord, englische Befehle zu geben, was nicht auf Anhieb klappt. Doch ich werde nicht locker lassen, bis meiner Bester mich versteht & gehorcht. Sanjuro kommt gut gelaunt wieder um 3 pm, sodaß wir noch eine Kampfgang bestreiten können, wonach mir durchaus der Sinn steht – schließlich werden wir aller Vorraussicht nach nicht kämpfen.
Zum 5 O`Clock Tea sind wir alle wieder vereint & bereiten uns für den Übergang durch Joes Haus vor. Die Fahrt verläuft problemlos & wir gehen zur Tür, doch etwas ist merkwürdig. Das wunderbare Mosaikfenster, was uns alle gefallen hat, liegt zerbrochen am Boden.
Bestürzt untersuchen wir die Spuren, mein Analyse ergibt, daß von die Zerstörung ausging. Das finde ich merkwürdig.
Ist der alte Joe ausgebrochen?
Oder die Eindringlinge sind noch anwesend. Ich zucke meine Pistole & horche. Ich vernehme leises Getrappel.
„Bestimmt die Katzen“ sage ich halblaut.
Doch kein Gestöhne oder Gejammer vom alten Joe.
Wir dringen leise ein & gehen in Entenformation mit magischen Umhängen & mittelalterlichten Waffen ausgestattet, entschlossen die Treppe hinauf. Leise öffnen wir die Tür & sehen den
HUND VON TINDALOS
Starre. Blanke Angst.
Er schnüffelt(?) schaut sich um, doch versucht weiter, durch das Tor zu gelangen. Seine Pranken(?) stossen jedoch nutzlos vom Übergang ab. Grotesk & Irrwitzig mutet diese Szene an. Ohne weitere Worte schließen wir die Tür & eilen leise wieder hinaus.
Erst im Auto brechen wir die Stille. Laut schnattern wir alle gleichzeitig los, doch bis auf Mare sind alle bedient. Das war knapp. Nach etlichen Minuten beruhigen wir uns & wollen nach Hause – bis auf Mare. In der kleinen Frau steckt mehr Angriffslust als mir klar war. Sie besteht auf einen Angriff mit dem Ziel der Gefangennahme. Ein hehres Ziel, doch kommt es einer völligen Selbstüberschätzung gleich.
Wir versuchen sie mehrere Minuten davon abzubringen, doch sinnlos, wir streiten wie die Straßenkinder. Wütend biete ich Ihr an, sie jetzt abzusetzen & sie in 10 Minuten aufzusammeln. Sie willigt ein. Ich fahre los, weg von diesem Wesen & diesem Fräulein…
Wie zu erwarten, als wir nach 10 Minuten zurückkehren, kommt Mare unverrichteter Dinge ins Auto & wir fahren zurück nach HC. Wir beschliessen, es ins Traumland zu wechseln, um die Pilze zu ergattern. Wenn der Hund wieder abzieht, können wir die Proben einsammeln & haben keinen Zeitverlust.
Niedergeschlagen & fasziniert über dieses Wesen drehe ich noch eine Runde mit Tamino. Ich treffe noch Cyril bei seiner Patrouille & begleite ihn. Es schneit das letzte Mal diesen Winter, das spüre ich. Ich gehe zu Bett & schlafe traumlos ein.









