Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Spuren am Hügelgrab

Gut ausgeruht wache ich auf & schlurfe entspannt zur Küche, wo mir die gute Barbette umgehend einen starken schwarzen Kaffee serviert. Sanjuro schläft noch tief & fest, doch das bin ich inzwischen gewohnt. Carla ruht auch noch in ihrem Gemach, sodaß ich frei habe. Nachdem ich mich gewaschen & angezogen habe, mache ich einen Spaziergang zum Hügelgrab, weswegen der Lord vor einiger Zeit einen Crash hatte. Schon beim Näherkommen bemerke ich einen großen Erdhaufen, der aus dem Grab abgetragen wurde.

Es muss ein sehr großes Tier gewesen sein, vielleicht ein Bär? Ich hole mir Spaten, Schippe & Besen, um besser die Spuren untersuchen zu können. Leider behindern die widrigen Wetterbedingungen detailierte Untersuchungen, es scheint aber gefunden zu haben, wonach es gesucht hatte, denn die Spuren sind einmalig, ausgekratzt & alt. Mir fallen die Tiefen Wesen ein, doch so ganz will die Therorie zu den Hinweisen nicht passen. Zudem finde ich direkt an der Grabungsstelle Pfotenspuren, doch keine, die dorthin oder wieder weg führen, als ob das Wesen geflogen wäre. Mysterious…
Ich beende vorerst die Untersuchung & kehre zum Haus zurück. Sanjuro ist inzwoischen auf den Beinen & wir plaudern über das Grab beim 2. Breakfast. Carla wirkt sehr zufrieden & möchte erstmal hier bleiben, sie bedarf nach der Gefangenschaft im Himmel einiger Ruhe, was wir gut verstehen. Ich bitte sie, in der Nachbarschaft mehr über das Hägelgrab zu erfragen, doch es gibt leider keine weiteren Hinweise. Sanjuro erklärt sich bereit, heute nacht auch beim Hügelgrab zu patrollieren.
Ich bitte Sie & Sanjuro, mich beim Besuch des Hundezüchters zu assistieren, da meine französischen Sprachkenntnisse zu gering für eine Konversation sind. ZUsammen gehen wir zu dem nahegelegenen Hof, wo wir die prachtvollen Tiere sehen. Der Züchter begrüßt uns überrascht & zeigt mir den Rüden, der inzwischen 5 1/2 Monate alt ist & hervorragend gewachsen ist & sehr groß für seine Art ist. Sanjuro ist ganz beeindruckt & bleibt auf Abstand zu dem Tier. Ich nenne ihn Tamino, er hat einen schöne schwarze Zeichnung mit einem braun-gelblichen Brustfleck.

The young Tamino

Wir beginnen mit dem Training, die Grundbegriffe müssen zunächst auf Französisch befohlen werden, was mir erstaunlich schwer fällt. Daher verhandel ich ein Extra Training mit dem Züchter aus, das er mit uns nach Highclere Castle fliegt & für 2 Wochen mit mir trainiert. Zudem kann der Lord auch seine Doggen trainieren, die er vor einiger Zeit für seinen Familiensitz geordert hat. Wir einigen uns darauf, in 2 Tagen loszufliegen. Sein Tagessatz beträgt 8 Shilling & ich bezahle ihn gleich für die gesamten 2.5 Wochen. Er scheint nun erfreut zu sein, an dem Unternehmen teilzunehmen.
Dann starten wir heute gleich mit dem Training. Sanjuro fühlt sich sichtlich unbehaglich zwischen den ganzen Hunden, doch er bleibt tapfer & schaut interessiert zu, wie ich meine ersten Lektionen, übersetzt von Carla, erhalte. Es gibt ein festen Satz an Grundbefehlen, die jeder Hund beherrschen muß. Zudem ist es das Wichtigste, ein Rudelführer für den Hund zu sein. Ich lerne & probiere mit Tamino die verschiedenen Befehle auf dem Trainingsgelände durch.

1 Hier / hierher! ; Ici ! ; gesprochen: Issieh (scharfer Befehl)
2 Sitz ! ; assis ; gesprochen: assie
3 Komm her ; vien ici ; gesprochen: wieäh issieh (lockend)
4 Bleib da ; reste la, rester; gesprochen: rest la
5 Nein, aus ; non ; gesprochen: noh !!
6 Hör auf ; arrête ; gesprochen: arräth
7 Platz ; coucher ; gesprochen: kuscheh
8 Halt still, nicht bewegen ; pas bouger; gesprochen: pah buscheh auch: nicht anspringen
9 spring rein (ins Auto) ; monter ! ; gesprochen: monteh !
10 an deinen Platz ; ta place ; gesprochen: ta plass
11 gib; donne ; gesprochen: donn
12 Pfötchen ; la patte ; gesprochen: la patt
13 Bei Fuss ; au pied ; gesprochen: oh pjeh
14 Runter ; descends ; gesprochen: dessong (Sofa, anspringen)
15 mach Männchen ; fais le beau; gesprochen:fäh le boh
16 such ; cherche ; gesprochen: schersch
17 bring ; amène ; gesprchen: amähn

Der letzte Befehl probiere ich gleich aus & bitte ihn mir meine Pistole zu bringen. Freudig & flink holt Tamino mir das gewünscht Objekt!
„Damit kann ich arbeiten“ denke ich Mirastel

amähn … Good Dog.

Nach dem erfolgreichen Training bin ich gut gelaunt. Am liebsten würde ich bei ihm schlafen, doch für Erste reicht es für den Kleinen. Wir verabschieden uns von
dem Züchter & kehren zu Carla kleinen Anwesen zurück. Ich greife nach einem Gin zum Hörer & rufe den Lord an. Im Hotel Imperial von Calais teilt man mir mit, der Lord befände sich weiterhin in Ihren Räumlichkeiten & verbinden mich sofort weiter. Das Wetter lässt keine Überfahrt zu, zudem scheint die Tochter mehr Ruhe zu benötigen. Sie werden später weiterreisen, vermutlich morgen. Interessiert lauscht der Lord meinem Bericht vom Hügelgrab & den Dressurerfolgen. Auch er möchte seine Doggen trainieren & eine Hundestaffel für sein Anwesen gründen. Ich erkläre mich natürlich bereit, ihn dabei zu unterstützen. Wir verabreden weitere Telefonate im Tagesrhythmus & wünschen uns einen angenehmen Abend.
Carla ist müde & zieht sich für heute zurück. Sanjuro scheint jetzt erst richtig wach zu werden & wir beschließen zu trainieren. Ich wechsel zur Inari Maske, wir nehmen die Fackeln & Bokken sowie Handwaffen mit. Am Hägelgrab errichten wir ein Kreis, in dem wir uns zunächst gründlich aufwärmen.
„Aber kein Hokus Pokus, einverstanden?“ frage ich, als wir uns zum Duell aufstellen.
Er nickt nur mit einem leichten Lächeln. Auch ich entspanne mich, lockere leicht meine Beine & bewege mich ruckartig auf ihn zu. Auch er stürmt vor, doch kurz vor dem Zusammentreffen rutscht er fies zur Seite weg & kommt schlitternd vor meiner Schwertspitze zum Liegen. An seinem Geschrei erkenne ich, daß er echte Schmerzen hat & ich helfe ihm sofort. Er hat sich eine schwere Prellung am Ellenbogen zugezogen, trotz meiner Kühlung schwillt die Stelle sichtbar an.
„Tja, das war es auch schon wieder!“ Sage ich stichelnd. Wir gehen & hinterlassen einsam den Kampfkreis brennenden Fackeln. Im Wohnzimmer von Carla angelangt legt mein japanischer Freund sich fluchend auf das Sofa. Mein Japansich reicht dafür nicht aus, doch ich reiche ihm einige Gin & trinke beherzt mit. Als sich sein Zunge lockert, frage ich interessiert nach seinen Fortschritten. Er ist sichtlich bewegt von der Königin der Nacht, die ihm in einer Vision als Katze / Gott erschien. Sie soll älter sein als Bastet & hat ihm den Tanz vorgeführt, durch welchen mein Freund nun in der Lage ist, unsichtbar zu werden. Bis nach Mitternacht reden wi, bis wir voll Gin in unseren Adern dahinschlummern.