* Eine Reise ins japanische Hinterland
Noch vor dem Frühstück trainieren wir bereits hart. Heute üben wir erneut die Schwertkunst, ich erhalte einige eindrucksvolle Lektionen. Das Frühstück besteht wiederrum aus Reis, gröstetem Sesam & frischen Fisch, dazu wird heißer Tee serviert.
Wie Tags zuvor geplant mietet sich Sanjuro ein Auto vom Typ Model A. Es ist ein kleiner Lastwagen, der unsere Bedrüfnisse gerecht wird. Trotz meiner Maske nehme ich einen Verband mit, womit ich mir die auffälligen Gesichtspartien verdecke – meine offizielle Geschichte ist die eines Kriegsversehrten einigen wir uns. Bevor wir in das japanische Innenland fahren, geben wir die Announce bei der Zeitung auf.
Auf Drängen meines Freundes fahren wir dann direkt via Landstraße Richtung Odawara. Je weiter wir uns von der Stadt entfernen, desto rückständiger & einfacher wirken die Menschen, bis wir meinen im Mittelalter angekommen zu sein. Da bald auch hier der Jahreswechsel gefeiert wird, sehen wir an den Straßenrand immer wieder einen Verkaufsstand mit Böllern & Raketen. Auf mein Grinsen hin hält Sanjuro kurz an, um sich ein Paket für uns zu erwerben.
Schließlich gelangen wir an den nahegelegenen Ort, der an Odawara Castle grenzt. Wir stellen das Auto ab und gehen zu Fuß weiter. Niemand ist zunächsts zu sehen. Uns fallen sofort die unzähligen Shinto Schreine auf, die rings um das verfallene Castle kürzlich aufgestellt wurden.
Sie wurden als Schutz aufgestellt, um böse Geister vor dem Ausbreiten zu hindern, soviel steht fest. Ich probiere kurz aus, ob dieser Schutz eine Wirkung auf mich ausübt, doch ich kann mich ohne Fremdeinfluß hindurch bewegen.
“Immerhin etwas!” denke ich laut, während Sanjuro mich mit steifer Miene beobachtet. Meine Veränderung nahc Carcossa scheinen ihn weiterhin zu beschäftigen.
Heute werden wir nichts mehr unternehmen, es wird bald dunkel. Also kehren wir in einer kleinen Gaststätte ein. Der Wirt ist skeptisch, ich überlasse Mr. Okumura das Reden. Ohnehin sind meine Japanisch Kenntnisse noch meilenweit von einer Alltagskonservation entfernt. “Üben Üben Üben, Mycroft! Mit der Übung kommt der Meister” hat schon mein Onkel gesagt. Da wir morgen einen aufregenden Tag erwarten gehen wir früh zu Bett.









