damnum facere
Erneut falle ich in einen tiefen und erholsamen Schlaf. Die See, sie hat so etwas beruhigendes, schaukelndes, ich träume von meiner Frau und meinem Sohn. Wie es ihnen wohl derzeit ergehen mag?
Den Vormittag verbringen wir mit Hochseeangeln. Jedoch können wir nur eine Socke und einen Guppi (eigentlich ein Süßwasserfisch) an Bord ziehen. Aber immerhin. Danach lerne ich einige Knotentechniken, besonders die Belegknoten, die für das Vertäuen des Schiffes am Kai wichtig sind.
Meine Taschenuhr zeigt dreiundzwanzig Uhr als die Nidelva in South-Ampton anlegt. Meine Zuarbeit als Matrose bei diesem Anlegemanöver gelingt mir gerade so, ich muß zugeben das die Belegknoten mir aber noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind.
Mrs de Fleur Abdullah al Charie ist, wie eigentlich verabredet, nicht Vorort um uns abzuholen. Ein erstes ungutes Gefühl beschleicht mich. Als Alternative nehmen Cpt Wigbold und ich eine Droschke zum Bahnhof und wir erkunden den Fahrplan: Alle zwei Stunden fährt täglich ein Zug nach London. 5:00 7:00 9:00 usw.
Ein Anruf auf Highclere Castle führt uns ebenfalls nicht weiter. Der Kammerdiener sagt, ‘Lord Carnarvon sei zu dieser Stunde nicht zu sprechen, wir sollen Morgen früh anrufen’. Wir machen uns Sorgen, können aber an der derzeitigen Situation nichts ändern. So erledigt Cpt Wigbold die Anmeldeformalitäten in der Hafenmeisterei und dann geht es ab in die Kojen.
Kurz vor dem Einschlafen kreisen meine Gedanken bei unserer letzten Reise.










