Landing at Gibraltar
Octobre 21 1920 Thursday 4:35pm Cap Trafalgar
Nach dieser unerwarteten und intensiven Erfahrung eile ich an Deck und sehe die noch die Bilder der Schlacht um mich herum….
Auch unsere Krankenschwester Dr. Jessob schnappt frische Luft auf dem Oberdeck. Sie berichtet mir, dass wir in der Luft geschwebt haben, während Hanussens Rückführung. Sichtlich geschockt zieht sie sich in ihre Kajüte zurück.
Zum Five-o’Clock-Tea berichte ich meinen Freunden von Violets Beobachtung…
Es bleiben noch ca. 2 Stunden bis wir Gibraltar erreichen werden. Ich möchte noch ein wenig Messerwerfen üben und gleichzeitig nach meinem Boulekugelset schauen, das ich nicht in der Kabine, sondern unter Deck versteckt habe. Jeden Tag habe ich für meine Kugeln ein anderen geheimen Ort gefunden…
Doch sie sind nicht mehr dort, wo ich sie gestern versteckt hatte…
Ich bin irritiert, schaue nochmal genau nach, doch sie sind nicht zu finden. Starre auf das leere Versteck…
Mir geht ein Schauer über den Rücken, der an Kälte kaum zu überbieten ist. Meine Portalkugeln wurden gestohlen….
Wie gelähmt suche ich nach Erklärungen und Optionen…
Ich eile sofort zum Captain. Er ist mit der Landung im Hafen von Gibraltar beschäftigt. Bevor ich ihm und meinen Freunden die Situation deutlich machen kann, haben wir schon geankert und der Landgang steht bevor…
Das darf nicht wahr sein!!!
Ich ringe um Haltung….
Ich darf mir gar nicht ausmalen, in welchen Händen meine Kugeln sind und was sie mit ihnen anstellen könnten…
Auf dem ältesten Kriegsschiff der Royal Navy kann ich es mir nicht leisten in Panik auszubrechen.
Countenance, my Lord, keep your countenance…
Lady Almina stützt mich. Der Landgang beginnt. Ich brenne innerlich…
Droscken stehen bereit uns zum Dinner in das nur 300 entfernte Hotel International zu bringen. Carla beobachtet, wie ein Steward und Magda, Hanussens Assistentin, in einen blauen Merdedes steigen. Hanussen ist nicht dabei. Er lässt sich ins Hotel kutschieren. Carla und Mare nehmen die Verfolgung des deutschen Automobils auf…
Ragnar wird das Schiff sukzessive untersuchen lassen, ein Fass Rum ist ausgelobt…
Ich halte die Etiquette und lasse mich mit meiner Frau ins Hotel chauffieren.
“Lord Carnarvon, habe 5 verdächtige Personen an der Grenze aufgehalten, erbitte Eure Anwesenheit, bitte Captain Wigbold mitbringen. Singende Grüße, Carla”
lässt sie mir ins Hotel telegraphieren.
Ich tue wie mir geheißen. Ragnar nimmt noch zwei Offiziere mit. An der Grenze können sie noch Küchenbedienstete des Schiffes als Fahrgäste identifizieren. Ich stelle offiziell Anzeige und das Fahrzeug wird konfisziert und untersucht.
Wohl ist mir nicht dabei, damned, von wegen Entspannungsfahrt…
10pm Ich telephoniere noch am Grenzübergang mit dem Governor of Gibraltar. Er sichert mir seine Hilfe zu, dass alles ordentlich ablaufen wird. Die erste Untersuchung des Mercedes erbringt nichts…
Ragnar hat sich die Bewerbungsunterlagen von Dr. Violet Jessob zustellen lassen. Sie war bisher auf 4 Schiffen, die untergangen sind. Auch hat er schon den Halter des blauen Mercedes ausgemacht: Karl Maria Willigut, ein Deutscher…
10:30pm Zurück an die Bar des Hotels. Lady Almina erzählt mir Henry sei mit Indie und einem meiner Hüte auf Erkundungs- & Schnüffeltour gegangen. Am liebsten wär ich ihm sofort hinterher, aber wecke lieber meinen Kammerdiener, um ihn Henry hinterherzuschicken. Ich statte ihn mit 1£ Kleingeld aus und schicke ihn los…
11pm Prinz Victor kommt zum Absacker an die Bar. Er lenkt mich ein wenig ab. Ich fühle mich nackt ohne die Kugeln. Das magische Paket ist zu groß, um sie an Unbekannte zu verlieren. Obwohl es wieder Deutsche sind, wieder ein Mercedes. So unbekannt sind sie nun auch nicht. Die Thule-Gesellschaft, oder Handlanger der Vrils? Ich bin jedenfalls entdeckt. Sie wissen um meinen Schatz…
Octobre 22 1920 Friday 1am Gibraltar, Hotel Continental
Henry und mein Kammerdiener kehren zurück. Er hat in La Linia das spanische Zollhäuschen beobachtet und einen verdächtigen Grenzbeamten niedergeschlagen und untersucht. Er findet mein leider leeres Kugelset bei dem Spanier und lässt es dort vor Ort, um keinen Verdacht zu erwecken.
Ich danke Henry für seinen schnellen, besonnenen und äußerst pragmatischen Einsatz…










