Bamboo Grove
Septembre 13 1920 Monday Highclere Castle
7am Ein frühes und schweres Aufstehen ohne Breakfast heute…
Um 8am soll bei Sanjuro auf Curdridge Hill der Kellerdurchbruch begonnen werden, was ich nicht versäumen will…
Halb betäubt quake ich mich die 30 Minuten am Steuer voran…
Sanjuro empfängt mich stilgerecht mit einer Tasse Tee und zeigt mir den Brief seines Bruders mit einer für mich nicht mehr nachvollziehbaren Fülle an geschichtlichen Details aus dem japanischen Mittelalter über historische Clans und deren Auseinandersetzungen…
Im Großen und Ganzen genauso langweilig wie die Landlord´s Wars zur gleichen Zeit bei uns auf der britischen Insel…
Ich sehe eine historische Parallele: England und Japan sind Inseln, vom Meer begrenzt. Wenn nur ein geographisch definiertes Platzangebot zur Verfügung steht, kommt es zu häufigen, kriegerischen Auseinandersetzungen, immer wieder…Ein Garant dichter Geschichtsschreibung…
Engineer Watson ist im Keller und ich nehme ihn beiseite. Ich insistiere auf einen baldigen Abschluss der Restaurierungsmaßnahmen im meinem cellar noch vor Octobre 10. Er sagt zu, noch einige Männer aus London als Verstärkung herbei zu ordern…
Seine Männer beginnen zu hämmern. Die Schläge treffen mich hart im Kopf und ich muss aus dem Haus fliehen, irgendwohin ausweichen…Sie werden wohl länger brauchen as I can stand it here and right now…
Die Sonne ist schon längst aufgegangen und kämpft sich durch den englischen Wolkengarten den Horizont hinauf. Ich brauche Entspannung nach der kurzen Nacht und suche in Sanjuros Backyard den Rosenstock, den ich als Willkommensgeschenk ihm habe überstellen lassen…
Er ist großartig angegangen: Lady Evelyn wäre stolz!… Als ob er nie aus der Erde gerissen war, wächst und gedeiht er. Das Klopfen in meinem Skull geht in ein sanfteres Anklopfen aus der Ferne über…
Ich folge dem sanften Geräusch…und finde mich in einem Bambushain wieder…Die Septembersonne lacht über mir…
Ich folge verwinkelt einem Weg…warum habe ich nur alle paar Schritte weiter einen rechten Winkel vor mir…das satt abgehangene grüngelb der leise nickenden Pflanzen verscheucht meine überflüssigen Reflexionen…
Ein leerer Liegestuhl lächelt mich an…
Wie auf dem Grund eines grünen planting pools auf kurzgeschnittenen Gras lege ich mich in ihn hinein…und schlafe lächelnd sonnengeküsst im beruhigend kühlen Schatten ein…
Das göttliche Rauschen des Bambus…Es erzählt mir große Geschichten von Ehre und Ruhm…
Alles ist von bambusdurchdringenden grünem Licht erleuchtet…Sanjuro begrüßt mich ehrerbietend und macht mich zu seinem Hausmeister auf Curdridge Hill…Ich verneige mich voller Ehrfurcht und empfinde einen Stolz der Erhebung, der mir bisher in meiner Biographie unbekannt ist…
Die Sonnenstrahlen kitzeln die Spitzen des Bambus, verwundert, aber angenehm wache ich auf an einem Ort, von dem ich weiß, dass er just now der Richtige ist..
Erwache ich? Ich eile entspannt in den Keller…
5pm Als ich eintreffe, zahlt Sanjuro ein paar Münzen des Danks und der Discretion in die Hände der Arbeiter aus, verabschiedet sie und lädt uns ein, gemeinsam den Durchbruch zu erforschen….
Natürlich hat Sanjuro den Vortritt. Wir entern eine schlichte, cubische Höhle mit den Ausmaßen 3x3x3m. Ich erkenne einen Schrein, über dem zwischen 2 Stelen eine rotleuchtende, kalte Flamme züngelt…
Sanjuro liest atemlos den Raum und erklärt uns, was wir sehen:
„Links sind die Kanji 天日 (Tenpi, dt.: Sonne, Sonnenwärme), rechts die Zeichen 月影 (Tsukikage, dt.: Mondlicht) auf den Säulen zu sehen. Auch sind die Worte „Wähle deine Seite“ zu lesen. In der Metaphorik meines Landes steht die Sonne auch für den Angriff und der Mond für Verteidigung. Der Ort wirkt auf mich wie ein Shinto-Schrein, jene Art von Heiligtümern, die der Ahnenverehrung oder als Heimstatt der Schutzgötter eines Hauses dienten!“
Ich hole mein Pendel hervor und lasse es vor dem kalten Feuer schwingen. Immediately zieht es weite schnelle Kreise unter meiner Hand…
Auf einmal verdüstert sich Sanjuros Gesicht. Er erkennt eine Vorrichtung, um ein Schwert vor dem Schrein in ein Gestell zu legen. Er hat sein Schwert nicht dabei, es ist immer noch in Berlin. Er hätte es nur zu gerne ausprobiert. Je nachdem, in welcher Ausrichtung er sein Kirishimo in das Gestell legt, zeigt es auf Verteidigung oder Angriff…
Das Schwert scheint der Schlüssel für weitere Erkenntnisse über das Geheimnis von Curdridge Hill zu sein!
7pm Für heute können wir nichts weiteres mehr erreichen und ich chauffiere Mycroft zurück nach Highclere Castle. Nach einem späten Dinner philosophieren wir bei Gin in meiner Bibliothek über Leben und Tod…
9:30pm Mycroft wird von Dr. Nidelven auf sein Zimmer gebracht und ich folge einer spontanen Idee und besuche Henry auf seinem Zimmer. Er kann mir bestimmt weiterhelfen bei meinem Problem mit dem Schutzkreis mit dem Durchmesser von Π…
Er empfängt mich gerne. Ich frage ihn, ob er mir seine Schutzbanderole, die für die Bannung des Wurmwesens in Taunton genutzt wurde, für das Bannen von Cthulhu leihen würde, doch er ziert sich. Das Band habe für mich keine Wirkung, weil es seine persönliche Magie ist, die den Schutz auslöst. Der Gegenstand an sich ist für mich wertlos, aber da der Innenradius des Bandes genau einen Meter beträgt, könnte ich Π direkt aus dem Umfang ableiten…
Ich leihe mir seine Schutzbanderole aus und stehle mich zu später Stunde in meine Ställe. Dort finde ich ein Seil, das lang genug ist, passe es sorgfältig in den Innendurchmesser an und schneide es passgenau am Anfang/Ende des Kreises ab…
..Et Voilá…Und ich habe ein Seil mit der Länge von Π…das ich sofort meinem magischen Actionpack hinzufüge…
Zufrieden bringe ich Henry seine magische Ausrüstung zurück auf sein Zimmer und besorge noch vorher ein Leckerli für Indy aus der Küche…
Lächelnd und angeregt lege ich mich zur Nachtruhe und lese noch ein wenig im Buch des Gelben Königs…
Die Nacht fällt diesmal wieder ruhig aus. Seitdem ich das Buch in meinen Händen habe, scheine ich besser schlafen zu können…











