Mysteries of the South Seas
September 10 1920 Friday 9am Grand Hotel Berlin
…Mir bleibt noch ein Monat für den optimalen Zeitpunkt, um Cthulhu zu bannen…
Zum Frühstück erzählt Mycroft von seinem Besuch im Traumlande mit Ragnar: Mein Zaubertrunk ist fertig, sie haben ihn vom Esme ausgehändigt bekommen. Er liegt nun in der Traumtruhe für mich bereit. Allerdings habe ich nur 7 Tage Zeit ihn zu nehmen, bis seine Wirkung nachlässt. Und er sei nur im Traumland wirksam…
Ragnar hat telegrapisch Kontakt mit Traute aufgenommen. Übermorgen, am kommenden Sonntag, steht ein eventuelles Date mit seiner “Frau” an…
Mycroft will unbedingt zu dem Reitturnier in Hoppegarten, aber telefoniert erstmal mit der “Berliner Zeitung” und lässt sich zu Reporter Walther durchstellen, der den Artikel über das Ritual in Tegel, das das Schloss in Trümmern zurückließ, verfasste. Doch von ihm sind keine weiteren Einzelheiten zu erfahren, er bleibt diskret…
Für den heutigen Tag planen wir einen Besuch im Museum, in dem aktuell die Sonderausstellung über die “Mysterien der Südsee” läuft, angekündigt mit einmaligen Artefacten…
Die Museumsinsel ist fußläufig zu erreichen. Auf dem Weg passieren wir das Polizeipräsidium. While waiting outside Mycroft enters the building in order to get some information über den toten Maler im Schloss Tegel, der das ominöse Ritual, bzw. dessen folgenden Brand nicht überlebt hat. Doch ausser einer Überprüfung seiner Person kann er nichts erreichen…
In der Georgienstr. befindet sich der Tabakwarenladen, in dessen Auslage uns Ragnar eine kleine Flasche “Beard Oil Hali” zeigt.
Sollte das die Zutat sein, dies es braucht, um den Byakhee unbeschadet durch das Weltall zu reiten? Auf jeden Fall decken wir uns mit dem Öl ein und ich nehme zusätzlich eine Packung Zigaretten “Vendetta” mit, im klassisch orientalischen elliptischen Durchschnitt.
Auf der Museumsinsel betreten wir das beeindruckende Foyer des “Neuen Museums”.
Hier sind die Sammlungen der ägyptischen, römischen, griechischen und sumerischen Artefacte untergebracht. Die Sonderausstellung “Mysterien der Südsee” befindet sich im 3.Stock…
Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Gleich zu Beginn identifizieren wir ein Älteres Zeichen. Ritzungen von Mischwesen aus Fisch und Mensch sind zu sehen, genauso wie eine Maske mit Tentakeln…An immer mehr tentakligen Atefacten gehen wir vorbei…Ein Korallendolch, ist er magisch?
Wie vom Donner gerührt, bleibt Mycroft vor einer Vitrine stehen: Ein Mundstück einer Flöte…
Ist es das noch fehlende Stück, das er braucht, um den Byakhee herbeizurufen? Ich kann dem Colonel beim Denken zusehen: Wie gut ist die Vitrine gesichert? Zugänge zum Gebäude… Mycroft schaut aus dem Fenster. In seinem Kopf entsteht schon ein Plan…
Alle hier gezeigten Ausstellungsstücke sind in Privatbesitz. Leider werden die Besitzer nicht genannt.
Wir ziehen durch die anderen Abteilungen: In der ägyptischen Abteilung sehen wir die Büste der Nefertiti. Die Schönheit der alten Zeit erinnert mich an meine unschuldigen Tage als Hobbyarchäologe…I take a deep sigh…
In der römischen Abteilung sehen wir ein Gemälde eines bärtigen Mannes, um ihn herum befinden sich Höllenhunde. Die Inschrift:
„DEVOMNODENTi
FLAvIVSSENILSPOSSVit
PROPTERNVPtias
quaSVIDITSVBVMBra“
versuchen wir gleich zu übersetzen, was uns nicht befriedigend gelingt. Ein Anagramm?
In der sumerischen Abteilung erfahren wir von En’lil und einer “Erddurchquerung”. Kurz werde ich hellhörig. Gerne würde ich auch die Erde einfach durchqueren, um zum Punkt Nemo zu gelangen…
3pm Hungrig verlassen wir das Museum und machen uns mit der Hochbahn U2 zu Konopkes Imbiss in der Eberswalder Str. auf, der die beste Currywurst der Stadt machen soll. Ragnar lässt sich hinreißen und schmeißt eine Runde Schultheiss Bier für alle anwesenden Mitmampfer. Dann geht es weiter nach Tegel…
5:30pm Das weiße klassizistische Schloss Tegel, der Stammsitz der Humboldts, ist vom Brand schwarz gefärbt.
Mycroft klappt der Unterkiefer herunter: Das Haus in Halifax, in dem er eine Aufführung des “Gelben Königs” mit Dr. Redfeather Fothergill besuchte, ist architektonisch identisch mit dem Schloss. Damals hatte er das Theaterstück mit einem Schuss in den Kopf des Hauptdarstellers, bzw. Ritualleiters beendet…
Der Colonel will in das Gebäude schleichen, während Mary-Ann die Polizisten, die das Anwesen nun bewachen, wortstark mit ihrer Familiengeschichte ablenkt. Leider wird Mycroft von ihnen entdeckt. Die deutsche Polizei reagiert nicht freundlich und nimmt seine Personalien auf – das zweite Mal heute – und verpasst ihm eine Anzeige mit „Ordnungsgeld“…
An der Kirche im Dorfkern von Tegel beraten wir unser weiteres Vorgehen… Ragnar, Mare und Carla wollen ins Grand Hotel zurückkehren, während Mary-Ann, Mycroft, Sanjuro and me uns in Berlins ältester Gaststätte “Alte Waldschänke” für diese Nacht einquartieren, um im Schutz der Dunkelheit dem Schloss einen weiteren Besuch abzustatten…













