Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Das Tagebuch von Mare

23. Mai 1918

Mr. Carter hat mir ein in Leder gebundenes Tagebuch geschenkt und mich angewiesen, in diesem meine Erlebnisse festzuhalten.

Er war sehr erstaunt das ich der Schrift mächtig bin und so komme ich seiner bitte nach. Da niemand ausser Kazeem und Mr. Carter der arabischen Schrift ausreichend geübt scheint, verfasse ich es in selbiger.

Ich bin Mare de Fleur al Charié

und bin am 18.Mai dieser sehr merkwürdigen Gruppe von Europäern in der Nekropole von Al-Minya begegnet.

Mr. Carter ist ein sehr bekannter Archäologe von dem ich schon in meiner Kindheit gehört habe, sein Auftrageber und Freund ist Lord Carnavon, die in der Begleitung von einem Kapitän namens Ragnar Wigbold sind, sowie zweier Damen, einer jungen Wissenschaftlerin namens Mary Ann von Humbold  und einer jungen Ärztin Miss Nidelven, des weitern gehört ein mauretanischer Krieger, Kazeem Bin at-Andalus at-Tawil, der Gruppe an.

Ich habe mich der Gruppe spontan angeschlossen als sich diese in einem Gefecht mit dubiosen Gestalten befanden, und mit ihnen gemeinsam die Flucht ergriffen.

Vorgestellt habe ich mich als Mare de Fleur  Sohn des al-Charié, ich hielt es für klüger mich als Junge aus zugeben, seit meinem weglaufen von Zuhause ist das der beste Schutz den ich als Mädchen habe und wer weiß ob sie mich nicht wieder zurück in mein Elternhaus schicken, wenn mein Geschlecht bekannt ist.

Kazeem ist der einzige der meine Tarnung durch schaut hat, versicherte mir aber mein Geheimniss zu bewaren und zeigte Verständniss dafür, die letzten Tage zeigten mir das er sich wie mein großer Bruder Ben um mich kümmert.

Ich habe ihm ein wenig aus meiner Kindheit erzählt, dies fand ich nur angebracht, da ich in ihn auch einen Bruders des Glaubens erkenne und Ehrlichkeit eine der Tugenden ist zu denen uns der Koran aufruft.

Auf dem Weg in das Haus des Herrn Carters im Tal der Könige, habe ich mich auch mit dem Kapitän angefreundet, der sich den ein oder anderen Kniff des Messer werfens von mir erklären ließ, zum dank schenkte er mir 4 wunderbar ausbalancierte  Wurfmesser.

Die Damen, die in dieser Abenteuergruppe mitreisen scheinen mir alle ein wenig überdreht, vielleicht ist das aber auch nur der Anschein, meine Erfahrungen mit Europäerinnen sind bis auf meine Mutter doch sehr beschränkt, glücklicherweise beachten sie mich kaum.

Ich wurde als Pferdejunge eingestellt, bekomme regel mässig zu essen und werde gut behandelt.