Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

家路を指して (Ieji o sashite) – Heimwärts

Ich sitze mit meinen Freunden im Schnellzug von Frankfurt nach Bern. Der gestrige Tag ist an mir wie ein Traum vorüber gerauscht. Wir waren nach den Frühstück von Kirchzell zurück über Miltenberg nach Frankfurt aufgebrochen und hatten pünktlich zur Teatime im Grand Hotel am Frankfurter Bahnhof eingecheckt. Henuri-san hatte sich noch gestern um die Reservierung von sechs Plätzen in der Ersten Klasse für den Zug gekümmert. Jetzt fahren wir in den Bahnhof ein.

Nachdem wir ausgestiegen sind, begleite ich Lorudo-dono ins Zentralkrankenhaus, wo Mari-chan behandelt wird. Mari-chan schläft. Man hat ihr Beruhigungsmittel verabreicht. Das sei notwendig gewesen, weil sie in heftigen Wutanfällen dem Personal und sich selbst hätte gefährlich werden können.  Lorudo-dono regelt die Entlassungsangelegenheiten. Der Arzt hält ihn für ihren Vater und betont auch ausdrücklichen noch einmal, wie wichtig es ist, dass Mari-chan regelmäßig ihre Medikamente einnimmt. Sobald das Morpium abgesetzt würde, könne man auch wieder mit ihr sprechen.

Ein Krankentransport bringt Mari-chan zum Flughafen, wo Mr. Ferguson unsere Ankunft bereits erwartet. Während unser Gepäck verladen und Mari-chan für den Transport gesichert wird, landet unweit eine Passagiermaschine aus London. Ein alter Bekannter steigt aus. Es ist Professor Jung, der uns auch sogleich bemerkt und freudig auf uns zukommt. Henuri-san berichtet ihm voller Begeisterung, dass seine Suche von Erfolg gekrönt gewesen sei, dass er den Gral gefunden und in seinen Händen gehalten hatte. Lorudo-dono wundert sich, dass der Professor nicht mehr auf Highclere Castle sei, woraufhin Jung sagt, dass die Atmosphäre dort zu einengend gewesen sei. Lorudo-dono vermutet, dass Jung ihm durch die Blume zu sagen versuche, dass er gescheitert sei. Jung kontert diese Äußerung kokett und beginnt offen mit Lorudo-dono zu flirten. Schade, dass meine Zeit es nicht zugelassen hatte, diesen Mann näher kennen zu lernen. Das wäre sicherlich interessant geworden. Bevor Jung sich verabschiedet, bietet er Lorudo-dono an, ihn gerne einmal zu einer seiner ausschweifenden Partien einzuladen.

Am Abend schließlich erreichen wir Newbury und Highclere Castle. Es ist schon recht spät und ich beschließe, heute Nacht hier zu bleiben und erst morgen weiter nach Curdridge zu fahren. Bei einem abendlichen Umtrunk in der Bibliothek begehen wir die erfolgreiche und weitgehend unversehrte Heimkehr. Henuri-san ist zufrieden. Er hat nun Gewissheit über die wahrhaftige Existenz des Heiligen Grals und will nun so bald wie möglich zurück im die Vereinigten Staaten reisen, wo sein Sohn auf ihn wartet. 

In diesem Moment kommt Maikurofuto herein. Er ist guter Stimmung, begrüßt Lorudo-dono und mich besonders herzlich und fragt sogleich nach unseren Erlebnissen. Ich lehne mich zurück und lasse Lorudo-dono berichten. Es fühlt sich gut an. Das Hampshire hat mich wieder. Ich bin zu Hause.