Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

An Extraterrestrial Experience

August 21 1920 Saturday  8am

Wir machen uns auf den Weg zum Wilden Berg. Vom Waldesrand verborgen nähern wir uns dem Sperrgebiet. Beim Aufstieg stossen wir auf ausgerissene, zersplitterte Bäume und runde, sehr große Fußabdrücke im Waldboden…

Sanjuro glaubt die Spuren der neunschwänzigen Füchsin, des Dämons, der in Frauengestalt Herrschaftshäuser im ganzen Orient zu Fall gebracht hat, in den Spuren im Wald wiederzuerkennen. Die erste Begegnung mit dieser Figur hatten wir in Japan, im Kabuki Theater…

Wir kommen zu dem Verdacht, dass dieses Wesen hier „Das dunkle Junge“ ist, ein Sproß der Shoggurath, der Älteren Götter…

9:30am  Unbemerkt können wir den Gipfel zur Wilden Burg erklimmen…

Ein überraschendes Bild erstrahlt vor unseren Augen als wir die wilde Burg erreichen:

Im Burghof sitzen zwei schöne Frauen mit leichten Kleidern an einem Gartentisch. Ich fühle mich wie nach Hause zurückgesetzt: Es ist Teatime auf Highclere Castle, wie zu alten Zeiten…

 

 

Wir kommen mit ihnen ins Gespräch und sie erklären uns den geschichtlichen Hintergrund der Burg. Beide Frauen haben wunderschön lange Haare…

Eine Blondine von außerordentlicher Schönheit fesselt sofort meine Aufmerksamkeit…

 

 

Ich komme mit ihr ins Gespräch, sie hakt sich bei mir ein und wir spazieren, uns angeregt unterhaltend, durch die verfallene Burganlage…

Von mir ersteinmal unbemerkt vervielfältigt sich die Anzahl der äußerst geschmeidigen Frauen auf der Burg und sie nehmen auch die anderen Herren in Beschlag. Die Damen unserer Expedition bemerken dies mit zunehmend schlechter werdender Laune, aber lassen es unbeantwortet geschehen…

Meine Burgführerin ist außerordentlich charmant, gebildet und schlagfertig. Welch ein Genuss, eine Dame von Welt hier oben zu treffen…

Sie gibt sich geheimnisvoll, ohne viel von sich preiszugeben, und stellt sich als Marija Oršić vor. Ein Name wie ein Karamellbonbon, so süß und unwiderstehlich wie ihr Lächeln, das nicht von dieser Welt stammen kann…

Was sich erst anläßt als eine Unterhaltung ohne Tiefgang, entwickelt sich zu einer intensiven Conversation, in die ich regelrecht hineinfalle…

Während ich mit Marija mit der gesamten Aufbietung meines britischen Charmes plaudere, verlasse ich unbemerkt mit ihr das Burggelände…Mauern und Ruinen der Wildenburg verschwinden aus meinem Bewusstsein…

Unter einer Linde an einer schmalen Kreuzung will ich sie einfach nur noch küssen. Nur flüchtig bietet sie mir ihre Wange dar und haucht mich unwiderstehlich zart an: „Willst du mein Lager mit mir teilen?“ und ohne meine Antwort abzuwarten, schwebt sie leichter Hüfte einen Weg hinab, der zum Fluss führt…

Ich zögere, denn kurz noch höre ich Carlas Gesang aus der Ferne, ihre kraftvolle Arienstimme im Wind, doch dann folge ich der schönen Versuchung. Marijas Seidenschal flattert vor mir im windstillen Wald und weist mir den Weg zu ihr herab zum Fluss…

Marija ist voraus gegangen und ich folge ihr. Am Flußufer sehe ich sie, auf einem Moosbett ausgestreckt, das großzügig vom Ufer in den Fluss hinein reicht. Nackt erwartet sie mich…

 

Marija in the waters

 

Ich entkleide mich so rasch es geht und steige zu ihr in den Fluss…
Das Wasser hat keine Temperatur und ist so erfrischend wie nie…

Als ich in das Wasser steige, lehnt sie sich vor mir mit ihrem Oberkörper zurück und ihre Haare berühren das Wasser. Wie eine Sonne breiten sie sich in dem lebensspendenden Strom um ihren Kopf herum aus und erstrahlen golden in magischen Glanz….

Mein Atem stockt und ich sinke endgültig dahin, zu ihr, und genieße fleischgewordenen Champagner, wie aus einer anderen Dimension…

Ich spüre, wie die Sterne mich kitzeln, mich die Ewigkeit küsst und ich inmitten einer Supernova das Bewusstsein verliere….