Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Fight Face to Face with Geisha!

Meine Idee, mich in die Hand zu ritzen und meine Blut auf den Stelen zu tröpfeln, hat leider keinerlei Effekt. Ich bin enttäuscht & ratlos. Henry blättert in seinem Tagebuch und entdeckt die Beschwörungsformel.

Wir probieren es, machen uns bereit. Gerade als Henry die Anfangszeile retoniert, kommt aus dem Nichts donnerned eine grün gräuliche Nebelgestalt auf uns zu. Ich stelle mich Ihr, vor Henry & meinen Gefährten. Es ist die Geisha, kreischend & widerlich faucht sie uns an!

Sofort merke ich, dass Sie es auf mich abgesehen hat. Unglaublich schnell bewegt sie sich, sodass mir zunächst nur die Defense bleibt. Sie schlägt mehrmals nach mir, ich weiche geschickt aus, täusche an, finte, pariere.

Keine Lücke hat sie in Ihren Angriffen, keinerlei Schwäche. Meine Kräfte schwinden schnell. Verzweifelt schaue ich zu meinen Gefährten, die leichenblass & starr vor Angst mich anschauen. Henry macht weiter mit der Beschwörung. Die Zeit steht fast still. Blind weiche ich dem nächsten Hieb aus, sie ist mir nun sehr nah, ich schaue ihn ihren haßerfüllten toten Augenhöhlen, stolpere rückwärts, falle, verliere das Schwert!

„Wird sie stofflicher?“ denke ich so rasch am Boden. Sie lacht verzückt über meinen Patzer, richtet sich auf, um mir den Todesstoss zu versetzen. In letzter Sekunde rolle ich mich geschickt mit neuer Kraft zur Seite, das Amulett von Inari umklammernd. Viel Erde und Gestein fliegt herum. Ein Klappspaten trifft sie.

Die freie Hand greift von allein das Schwert. Oder kam das Schwert zu mir? Eine unglaubliche Kraftwelle durchflutet mich, Hoffnung keimt in mir auf. Henry beendet die dritten Strophe. „Bald ist sie ganz da!“ wird mir klar. „Dann töte ich sie!“ beschließe ich.

In diesem Moment bewegt sich die Böse zur Seite, um mir gleich Ihre Klauen in die Flanke zu st0ßen. Ich trudeln durch den Wald, alles sich. Ich sehe den Feind nicht mehr, höre ihre Kreischen über mir. Ist das mein Ende?

Erneut umklammere ich den Anhänger des Glücks, schließe die Augen, weiche der nächsten hinterllisten Angriff aus. Wieder und wieder greift sie an. Wie in Trance tanze ich um sie, einen bizarren Tanz des Todes. Kein Gedanke dringt mehr zu mir durch. Wie in Zeitlupe treffen weitere Werkzeuge von meinen Freunden die schreckliche Gestalt. Sie ist völlig ausser sich.

Während sie sich zum Todesstoß aufrichtet, beendet Henry die Beschwörung. Meine Freunde werden etwas reger, bewerfen sie mit allem, was sie haben. 

Mit unheimlichen Geschrei fliegt sie auf mich zu. Das war ein Fehler! Ich drehe mich tanzend im Drei / Viertel Kreis aus Ihrem Angriff heraus, um sie gleich in die Flanke zu schlagen. Volltreffer.

Völlig verdattert wirbelt sie herum, versucht Abstand zu gewinnen, bricht in die Knie, wehrt mich ab, wird in einen Strudel gezogen, der von dem Schwert ausgeht. Eine unglaublicher Kraftstrom durchfährt mich, ich fliege regelrecht auf sie zu & stoße tief in ihren Leichnam!

Sie schaut mich nochmals überrascht an, um mit einem Knall, gefolgt von einem Zischen & Summen, verstummend ins Katana zu entschwinden. Weg. Endlich! Ich falle auf Knie vor Erleichterung. Nach einigen Atemzügen fällt ein Licht auf mich. Ich schaue nach oben. Wie im Traum erscheinen zwei weiße Füchse am Himmel, die den Himmel herunterlaufen. Hinter ihnen erscheint eine wunderbare Gestalt. Tiefe Erleichterung durchfährt mich.

Sie schaut mich direkt an, kommt freundlich blickend zu mir heruntergeschwebt. Ist das real? Sie streckt die Hände aus, um das Schwert entgegenzunehmen. Leicht zögerlich gebe ich es dieser engelhaften Gestalt. Ich empfinde Trauer & Ehrbietung. Ich verneige mich kniend vor der Leuchtgestalt und entschwindet rückwärts schwebend mit einem fröhlichen Lachen gen Himmel. Nun fühle ich mich befreit von den Schrecken der letzten Wochen.

Der Fluch ist gebrochen! Meine Freunde kommen zu mir. Der Lord gratuliert mir umarmend. Er ist sichtlich tief ergriffen. Mir rollen Tränen der Erleichterung herunter. Der Kapitän sucht seine Werkzeuge und hält sie ins helle Mondlicht.

Ich falle in mich zusammen. Die Erschöpfung macht sie breit. Meine Freunde tragen mich zurück ins Hotel. Der Lord höchstpersönlich sucht mir Konkubinen, die mich die Nacht versüssen, um die Schrecken abzustreifen.