タカナナ森 (Takanana mori) – Der Takanana-Wald
Mari-chan berichtet von den Ergebnissen ihrer Analysen zu den Ritualkomponenten für das „Unterwasser atmen“. Die Paste wurde in einer speziellen Schale aus grünlichem Gestein angerührt. Allein diese Schale gibt schon Rätsel auf. Das Gestein, aus dem sie geschaffen wurde, ist unbekannt – möglicherweise außerirdischer Natur. Ein weiteres Mysterium stellt eine schwarze Paste dar, die wohl als Basis für das Ritual diente. Mari-chan sagt, dass sie auch diese Substanz nicht identifizieren konnte und äußert die Vermutung, dass sie das Ergebnis eines magischen Prozesses sein könnte. Der Ritualausführende hatte zudem sein eigenes Blut verwendet. Außerdem waren bei dem Ritual reines Meersalz und Blätter des Bukahara-Busches, der im nahegelegenen Takanana-Wald zu finden sein soll, verwendet worden.
Was auch immer uns bewog, diesen Ausflug zu unternehmen – es war sicherlich nicht die Intention, dieses Ritual selbst auszuführen. Senchō erzählt, dass sich das Gesicht des Maori, der sich dieser Paste bedient hatte, in ein unmenschlich groteskes Etwas verwandelt hätte. Zudem hatte er die Formel, die während des Ritus ausgesprochen wurde, über setzen lassen und herausgefunden, dass es sich dabei um einen Ergebenheitsschwur gegenüber einer äußeren Gottheit handelt. Das wollte niemand von uns auf sich nehmen. Es waren wohl einfach reine Neugier und Abenteuerlust, die uns bewogen, dem Takanana-Wald einen Besuch abzustatten und dort Blätter des Bukahara-Busches zu sammeln. Man wisse nie, wofür diese Pflanze sonst noch gut sein könne, merkt Mari-chan an.
Takanana – irgendetwas klingelt bei mir, als ich das höre. Takana… Mir ist, als wenn ich mal jemanden mit diesem Namen sehr gut kannte, aber ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wann und wo.
Wir brechen also auf, um die besagten Blätter zu sammeln. Der Wald ist auffällig still – fast unheimlich. Schnell finden wir den Bukahara-Busch, der hier an jeder Ecke wächst.
Wir beginnen die Blätter einzusammeln, als plötzlich ein großer Schatten auf uns fällt. Ein fünfzehn Meter großer Laufvogel taucht aus dem dichten Buschwerk auf und stürmt auf uns zu. Maikurofuto und ich zücken unsere Feuerwaffen und legen an. Bevor ich meinen ersten Schuss abgeben kann, kracht neben mir Maikurofutos Automatikwaffe los. Der Vogel gibt ein ohrenbetäubendes Kreischen von sich. Die Wunden in seiner Brust färben das Gefieder rot. Panisch ergreift das Tier die Flucht. Schulternzuckend sichere ich meine Meiji 36 und verstaue die Waffe wieder.
Von weiteren Zwischenfällen unbehelligt füllen wir nun die mitgebrachten Leinenbeutel mit den Bukahara-Blättern und kehren zurück nach Dunedin.











