Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Scattered to the four winds

July 16 1919 11am   Highclere Castle

Mary-Ann stürmt wilden Blickes zu mir und berichtet sie habe einen Anruf von Sanyuro Okumura erhalten. Er würde gern im Post Office in der Ortschaft im Moor nahe den Lloigor-Stelen abgeholt werden.

Well…, I think Dr. Timothee David just has gone over the top with his action therapy.

Ich mache mir Sorgen! Jetzt wo die schwangeren Stuten bald fohlen werden, ist Mary-Ann zusätzlich aufgeregt, erzählt jedem von “meinen Pferden”, denen sie auch Namen verpasst hat, wie es nur Deutsche fertig bringen können. Ein Brite würde niemals auf die Idee kommen ein Pferd nach unseren Female Royals zu benennen! Dies bleibt den Rosenzüchtern vorbehalten!

Doch Mary-Ann soll fahren, unbeaufsichtigt, alleine, entscheidet Dr. David…

Gegen Abend kehrt sie zurück mit einem sichtlich verstörten Mr. Okumura, der mit weit geöffneten Augen wild auf uns einredet in einer Sprache, die nicht verständlich ist. Er scheint japanisch mit englischen Elementen zu vermischen. Wie Peitschenschläge hören sich seine Sätze an. Wo kommt er auf einmal her? Was hat er gesehen? Wo sind die anderen? Was ist geschehen? Er scheint die Fragen zu verstehen, doch seine Antworten bleiben unverständlich…

Oh My King, what has happened to my expedition crew? A dark foreshadowing is rising….

Late night trifft ein Telegramm für mich von dem British Honorary Consul Sir Horace Lewington in Moskau ein. Wegen der russischen Revolution wurden die offiziellen Beziehungen zu Russland eingestellt, einen offiziellen Ambassador of the British Commonwealth to Russia gibt es derzeit nicht. Ein gewisser Colonel Winterbottom fragt nach mir. Sein Zustand sei desolat. Der Consul fragt nach dem weiteren Vorgehen mit dem Colonel. Ich lasse sofort zurück telegrafieren, dass ich mich persönlich um die Angelegenheit kümmern werde und ihn persönlich abhole.

Wieder lasse ich mir vom Airport Croydon die kürzeste Route zusammenstellen. Ich werde mindestens 50h brauchen, bevor ich Moskau erreiche. Der Colonel sorgt mal wieder für meine Flugpraxis….

Ich sollte ausschlafen, bevor ich morgen mit der Martinsyde aufbrechen werde. Doch gerade eingenickt, weckt mich mein Butler James: Ein weiteres Telegramm ist eingetroffen. Diesmal aus Halifax!

Dr. Redfeather Fothergill gibt mir den Aufenthalt von Henry Walton Jones in seinem Krankenhaus zur Kenntnis. Inuits haben ihn abgeliefert, verstört und geschwächt kuschelt er sich an Fellmützen und ist derzeit nicht transportfähig…

Erneut lasse ich ein Telegramm aufsetzen: Dr. Fothergill soll Henry, sobald er wieder reisetauglich ist, nach England verfrachten. Für die Kosten komme ich auf…

Sanjuro wird nahe des Moors aufgelesen, Mycroft ist in Moskau gestrandet, Henry im Hospital in Halifax. Was in aller Welt ist hier geschehen? Was ist schief gelaufen?

Ich finde keinerlei Erklärung dafür und auch keinen Schlaf mehr! Minütlich erwarte ich weitere Hiobsbotschaften meiner rund um die Erdkugel verstreuten Freunde. Denn noch ist der Aufenthalt von Mare und Bernard Link weiterhin ungeklärt. Wer weiß, wohin es sie verschlagen hat…

Es scheint mir höchst dringend die Almina aus Split wieder zurück nach Southampton zu beordern. Den Verlust meiner Yacht könnte ich jetzt am wenigsten ertragen…

Ich gebe ein weiteres Telegramm in Auftrag und erhalte keine Stunde später Antwort von Captain Wigbold: „Leaving Split with one passenger on board: Indie!“

It seems this little clever dog is the only one in know!!