Etliche Konflikte! *
Wieder erwachen wir in einem Stall, und werden mit deftigem Frühstück names Bürök bekocht. Gut gesättigt & herzlich verabschiedet reiten wir weiter. Bei der Mittag Rast reden Mr. Okumura und ich über die waffenlosen Kampfkünste. Ich erzähle ihm von meinen Kenntnissen in Shastar Videya und er mir von so etwas wie Karate. Wir beschließen ein kleinen Übungskampf zu machen, welch eine Freude! Nachdem ich mich gedehnt habe, legen wir los. Doch eine Deckungslücke entdecke ich sofort und nutze es diese aus. Mein alter Bekannter verdreht nach einen harten Kopftreffer kurz die Augen und fällt in sich zusammen… oops. I did it again. Ich verarzte ihn, aber seine Ehre scheint nun verletzt worden zu sein. What a pity!
Omar hält uns zu Ruhe an, er scheint nun sichtlich nervös zu machen. Meine Instinkte schlagen an. Nach zwei ruhigen Dörfern erreicht wir ein weiteres, wo von mehreren Bewohner feindselig empfangen werden. Es kommen immer mehr Leute aus den Häusern und wollen sich uns in den Weg stellen.
Omar prescht auf einmal nach vorne, ich reite mit Mr. Okumura ihm nach. Hinter uns schliesst sich die Menschenmenge. Mein Puls rast. Ich sehe gezogene Säbel und vereinzelt Handfeuerwaffen. Mahir & Emir ziehen ihre Waffen, ein klares Signal geben. Ich tue es Ihnen gleich und ziehe mein Gewehr und gebe einen Warnschuß ab.
Leider scheint es die Menge nicht zu beruhigen sondern eher anzustacheln. Zu allen Unglück fällt Henry vom Pferd, der Mob will sich auf ihn stürzen, was für Monster!
Kein klares Ziel, Henry ist verschwunden. Ich visiere weiter an…
Dann sehe ich wie die beiden Führer, wie sie Henry hochreissen, er hat ein schmerzverzogenes Gesicht….
Menschen greifen nach ihm, es entsteht ein Handgemenge…
die Säbelträger kommen näher, schwingen die tödlichen Waffen..
ich schieße mehrere Salven ab, bizarres Geschrei folgt – und der Mob spaltet sich, viele Menschen fallen zu Boden…
Der restliche Trupp kann zu uns aufschließen, ich übernehme die Nachhut, etliche der Dörfler nehmen die Verfolgung auf…
Ich werfe eine Granate, will den Weg versperren und werfe zu weit, treffe die Menge, lautes Schmerzensgeschrei, Staub, Feuer….
ich reite weiter, die Gedanken rasen…
Nachdem wir etliche Meilen geritten sind, halten wir an. Ich verschnaufen tief erschrocken, meine Hände zittern noch! Omar brüllt mich an, in seinen Augen funkelt Mordlust. Er ruft immer wieder „Dangscha, pig Dangscha!“. Sonst redet er nur in seiner Sprache, aber die Nachricht ist mir auch klar!
Sein Wutanfall dauert fast eine Stunde, niemand scheint uns zu folgen. Anscheinend hat meine Granate eine deutliche Sprache!
Meine Gefährten schauen mich sonderbar an, ich denke, sie verstehen nicht den Ernst der Lage. Im Krieg wie hier kann man keine Rücksicht oder Gnade walten lassen!
Ruhig warte ich ab, bis der Schock sich gelegt hat. Wir reisen nun schweigend weiter und rasten am Abend in einem kleinen Wäldchen an einem Abhang in Sichtweite des Weges. Wir teilen Wachen ein, Feuer wird selbstredend nicht gemacht. Ich putze meine Waffen, während meiner Wache passiert nichts.









